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Rohleder Bernhard Bitkom(26. Januar 2017) Wenige Wochen vor der CeBIT herrscht in der Bitkom-Branche Optimismus. Acht von zehn Unternehmen (80 Prozent) rechnen für das erste Halbjahr 2017 mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Lediglich 9 Prozent gehen davon aus, dass die Geschäfte schlechter laufen als zuvor.

Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage des Digitalverbands Bitkom. Demnach stieg der Umsatz mit ITK-Produkten und -Diensten in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 160,5 Milliarden Euro. Für 2017 erwarten die Unternehmen ein Wachstum um 1,2 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro. „In der Digitalbranche stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Die steigenden Umsätze bedeuten vor allem auch neue Jobs“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder (BILD). Innerhalb der Branche ist die Zuversicht unterschiedlich stark ausgeprägt. So rechnen jeweils gut acht von zehn Unternehmen im Bereich Software (85 Prozent) und IT-Services (83 Prozent) mit wachsenden Umsätzen, nur 5 beziehungsweise 9 Prozent gehen von einem Rückgang aus. Hersteller von IT-Hardware erwarten zu zwei Dritteln (65 Prozent) ein Umsatzplus, während jedes sechste Unternehmen (17 Prozent) mit einem Minus rechnet. Produzenten von Kommunikationstechnik gehen zu 62 Prozent von höheren Umsätzen aus, 14 Prozent sagen dagegen rückläufige Geschäfte voraus.

Der Rückblick fällt für den Großteil der befragten Unternehmen ebenfalls positiv aus. Knapp drei Viertel der Unternehmen (72 Prozent) verzeichneten im zweiten Halbjahr 2016 ein Umsatzwachstum, lediglich jedes achte Unternehmen (12 Prozent) berichtet von einem Rückgang. In den einzelnen Segmenten zeigt sich auch hier ein unterschiedliches Bild. Breites Wachstum gab es bei IT-Services (79 Prozent) und Software (77 Prozent), während in diesen Segmenten nur jeweils 9 Prozent der Unternehmen einen Rückgang feststellten. Hardware-Hersteller vermeldeten zu 55 Prozent steigende und zu 24 Prozent fallende Umsätze, im Segment Kommunikationstechnik waren es 47 beziehungsweise 13 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2017 ist die Zuversicht in der IT- und Telekommunikationsbranche groß. Der Anteil der Unternehmen mit steigender Umsatzerwartung ist auf 83 Prozent gestiegen, das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 8 Prozent rechnen für 2017 mit rückläufigen Umsätzen. Die gute Geschäftslage wird sich voraussichtlich wie auch in den Vorjahren positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Zwei Drittel der Unternehmen der Bitkom-Branche (65 Prozent) planen, im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Nur acht Prozent gehen dagegen von einem Personalabbau aus. „Die Bitkom-Branche beschäftigt in Deutschland bereits gut eine Million Menschen. In den vergangenen fünf Jahren sind mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Digitalisierung ist kein Job-Killer, sondern der stärkste Motor für den Arbeitsmarkt“, sagte Rohleder.

Diese erfreuliche Entwicklung hat gleichwohl eine Schattenseite – den sich weiter zuspitzenden Mangel an gut qualifizierten Mitarbeitern. Zwei Drittel der Unternehmen der Bitkom-Branche (65 Prozent) sehen ihre Entwicklung durch die Fachkräftesituation behindert. Als weitere negative Einflussfaktoren gelten die politischen Rahmenbedingungen (33 Prozent) und die Finanzierungsbedingungen (11 Prozent). Die Binnen- und Exportnachfrage (jeweils 5 Prozent) werden dagegen deutlich weniger häufig als Behinderung wahrgenommen. Dabei wird deutlich, dass sich der Fachkräftemangel immer negativer auf die Geschäftslage auswirkt. Im Januar 2015 hatte darüber noch gut jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) geklagt, ein Jahr später waren es schon 61 Prozent. Nach einer Bitkom-Studie können derzeit 51.000 Stellen für IT-Spezialisten nicht besetzt werden.

Mit Blick auf die CeBIT 2017 begrüßt Bitkom, dass erneut „d!conomy“ als Schwerpunktthema gesetzt wurde. „Die digitale Transformation ist für die deutsche Wirtschaft Chance und Herausforderung zugleich. Aber das ist noch nicht in allen Unternehmen angekommen, etwa jedes zweite hat keine Digitalstrategie“, mahnte Rohleder. Das Beispiel des diesjährigen CeBIT-Partnerlandes Japan zeige, dass sich auch hochgradig technologisierte Volkswirtschaften nicht zurücklehnen dürften. In Japan, der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft, sind die Pro-Kopf-Ausgaben für IT und Telekommunikation im Jahr 2016 leicht um 1 Prozent auf 1.492 Euro zurückgegangen, wie aus aktuellen Daten des European Information Technology Observatory (EITO) hervorgeht. In Deutschland wuchsen die Pro-Kopf-Ausgaben dagegen um 1 Prozent auf 1.565 Euro. Rohleder: „Was heute in die Digitalisierung investiert wird, sichert die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Welche Trends die Zukunft bestimmen und wo ihre Potenziale liegen, das zeigt die CeBIT.“

www.bitkom.org

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