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Arnold Herrmann Haufe umantis (03. März 2017) Die Digitalisierung mischt den Weiterbildungsmarkt kräftig auf. Selbstverantwortlich, vernetzt mit Gleichgesinnten, direkt am eigenen Arbeitsplatz – so bilden sich immer mehr Beschäftigte heute weiter. Die aktuellen Trends in Weiterbildung und Personalentwicklung umreißt die PERSONAL2017 Nord am 25. und 26. April. Erstmals kommen auf der Start-up Stage an beiden Messetagen Experten für „Corporate Learning & Working“ zu Wort.

Während sich technische Innovationen mit atemberaubender Geschwindigkeit und Taktfrequenz entwickeln, verändert sich die Arbeitswelt nur in kleinen Schritten: Organisation, Führung und Personalentwicklung entsprechen oft noch sehr klassischen Vorstellungen. „Noch nie in der Geschichte der Wirtschaft war die Diskrepanz so groß“, meint Hermann Arnold (BILD), Mitgründer von Haufe-umantis und einer der Hauptredner der neuen Vortragsreihe „Corporate Learning & Working“ der PERSONAL Nord.

Der bekannte Gründer trat freiwillig als Geschäftsführer zurück und arbeitete nach einer Auszeit bald wieder für den Softwarehersteller, in einem Projekt unter dem neuen CEO, der inzwischen demokratisch gewählt wird. Arnold fungiert beim Unternehmensumbau, der dieser Entwicklung zugrunde liegt, als aktiver Ermutiger: „Wir müssen umdenken. In Zukunft gilt: Jeder muss führen, jeder muss folgen und jeder muss wissen, wann was angebracht ist.“

Learning 4.0 – neue Ansätze im Überblick

Dies gilt auch für die betriebliche Weiterbildung, die sich im Zuge der Digitalisierung stark verändert: Statt Weiterbildung top-down anzuordnen nehmen Eigenverantwortung der Beschäftigten für ihre Weiterentwicklung und soziales Lernen direkt am Arbeitsplatz einen immer größeren Raum ein. Hinzu kommen Forderungen nach digitalen Kompetenzen für Industrie 4.0 und Arbeit 4.0. Offene Lernszenarien sollen digitale Lernressourcen frei zugänglich machen und eine Kultur des Teilens schaffen. Inwiefern Organisationen diese selbstgesteuerten und kollaborativen Lernprozesse als Open Education alltagstauglich gestalten können, führt Prof. Dr. Kerstin Mayrberger, Professorin für Lehren und Lernen an der Universität Hamburg, in der Vortragsreihe „Corporate Learning & Working“ aus.

Weitere Anregungen, wie Betriebe Learning 4.0 „supporten“ können, geben Ulrich Ude, Geschäftsführer von tts, und Jenny Pomino von den Carl Duisberg Centren. Besondere Aufmerksamkeit wird bei der neuen Themenreihe den Beschäftigten 40plus zuteil, denn viele Betriebe sehen es als Herausforderung, diese Arbeitnehmergruppe auf dem Weg in eine digitale Zukunft mitzunehmen. Unter dem Motto „älter – und cooler“ skizziert Prof. Dr. Christian Stamov-Roßnagel, Professor für Organisationspsychologie an der Jacobs University Bremen, Anforderungen und hilfreiche Werkzeuge.

Neue Weiterbildungskonzepte: on the Job lernen

Auch auf weiteren Bühnen der PERSONAL2017 Nord erfahren Unternehmensvertreter mehr über neue Weiterbildungskonzepte. Im Trend liegen unter anderem Projekteinsätze, bei denen sich Mitarbeiter „on the Job“ persönlich oder fachlich weiter entwickeln können. So berichtet Helene Prölß, Geschäftsführerin der Stiftung managerohnegrenzen, wie Corporate Volunteering zur Führungskräfteentwicklung beitragen kann. Ein Ansatz für strategische Personalentwicklung ist außerdem die wissenschaftliche Qualifizierung: Norina Wolf und Mario Ganz von der Technischen Universität Kaiserslautern stellen dazu ihre Ansätze vor.

Zu den Weiterbildungsanbietern, die sich am Programm beteiligen und sich mit Digital Learning und Führung 4.0 beschäftigen, gehören darüber hinaus die Akademie von Hertel, Berlitz Deutschland, e-doceo Deutschland (Talentsoft learning solutions), M2M Consulting, Steife Brise und WBS Training. Der Aussteller flow consulting bringt zur Messe ein Praxisbeispiel mit: Falk Petersdorf, Geschäftsführer von Xylem Water Solutions, erläutert aus Sicht seines Unternehmens, wie Arbeitgeber ihre Führungskräfte in puncto Agilitätskompetenz unterstützen können.

www.personal-nord.com

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