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Sandrock Dr Stephan ifaa(10. April 2017) Das Thema des diesjährigen Weltgesundheitstages der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet "Depression - Let’s talk". Depressionen sind ernstzunehmende Erkrankungen. „Unternehmen sind sensibilisiert und reagieren zunehmend mit Vorbeugemaßnahmen, um die Achtsamkeit und Aufklärung ihrer Mitarbeiter zu fördern“, so Dr. Stephan Sandrock (BILD), Leiter des Fachbereichs Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa).

„Die Ursachen für Depressionen sind vielschichtig. Sie entstehen aufgrund unterschiedlicher Einflüsse, wie zum Beispiel durch negativen Stress oder belastende Lebensphasen. Eine genetische Veranlagung erhöht das Risiko. Sie können jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status, “ erläutert Sandrock.

Depressionen sind mit hohem Leid für die Erkrankten verbunden. Sie haben Auswirkungen auf die Arbeit – Betroffene sind nicht so leistungsfähig oder müssen krankheitsbedingt der Arbeit fern bleiben. Je früher Betroffenen geholfen wird, desto besser die Prognose. „Daher werden Unternehmen zunehmend aktiv“, so Sandrock. „Ein sehr bedeutender Punkt ist die Schulung und Sensibilisierung von Führungskräften. Sie können die Achtsamkeit ihrer Mitarbeiter fördern, Vorurteile mindern und  ein Klima der Offenheit schaffen.“ Eine Organisation mit kleinen Führungsspannen bietet zusätzliche Vorteile, da die Vorgesetzen näher an ihren Mitarbeitern sind.

Den Betriebs- und Werksärzten kommt eine besondere Rolle zu. Sie können eine erste Anlaufstelle für Beschäftigte sein. In ihrer „Lotsenfunktion“ können Betriebs- und Werksärzte rechtzeitig erkennen, ob Personen an psychischen Störungen leiden, intervenieren und an externe Experten weiter vermitteln. Hier ist ebenfalls eine offene Unternehmenskultur Voraussetzung, dass Mitarbeiter diese Chance nutzen.

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