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(05. Mai 2017) Noch vor 20 Jahren ein Tabuthema – heute fast schon Normalität: Seelische Leiden machen aktuell rund 15 Prozent aller Krankentage aus. Seit 2003 haben sich die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen mehr als verdoppelt, die Krankheitsdauer ist um 25 Prozent gestiegen. Und sie können jeden treffen, auch Erfolgsmenschen: Siegertypen wie Skisprung-Legende Sven Hannawald. Auf der Corporate Health Convention 2017 in Stuttgart spricht der Corporate Health-Botschafter am 10. Mai über seine Erfolge, die Diagnose „Burnout“ und seinen Weg zurück ins Leben.

Mit seinem Grand Slam-Sieg bei der Vierschanzentournee avancierte Sven Hannawald in der Skisprungsaison 2001/2002 zur Legende. Doch trotz seines bisher unerreichten Erfolges war Hannawald nicht zufrieden: „In jeder Pause, die es gegeben hat, habe ich noch mehr dafür getan, erfolgreicher zu werden. Über Erfolge konnte ich mich nicht so ausgelassen freuen, weil ich gleich wieder an das nächste Ziel denken musste“, erinnert sich Hannawald. Seine schiere Besessenheit nach dem „perfekten Sprung“ und eine permanente Rastlosigkeit macht Hannawald für seinen Zusammenbruch verantwortlich. „Meine Erwartungen an mich selbst waren das größte Problem“, weiß er heute.
 
Burnout – schleichender Prozess und Teufelskreis
 
Schon vor der großen Erfolgssaison hat es – so weiß er im Nachhinein – erste Anzeichen einer Erkrankung gegeben. Doch kaum jemand könne diese Symptome direkt richtig zuordnen. „Dass man Probleme hat, merkt man erst gar nicht, ganz im Gegensatz zu Fieber oder einem Beinbruch, das macht einen direkten körperlichen Unterschied“, sagt Hannawald. Kopfbedingte Probleme, wie Burnout oder Depressionen, äußerten sich in einem schleichenden Prozess.
 
Eine körperliche Müdigkeit stünde am Anfang der Symptomkette. Im Gegensatz dazu habe diese Antriebslosigkeit bei Hannawald Unruhegefühle provoziert. „Wenn ich eine Pause gemacht habe, hat mein Kopf nicht mitgespielt. Als ich dann aber der Unruhe nachgegeben und wieder viel trainiert habe, war ich im Endeffekt natürlich körperlich noch müder“, berichtet er – ein regelrechter Teufelskreis also.
 
Vier Säulen für ein stabiles Lebensfundament
 
Nach der Diagnose Burnout im Jahr 2004 sei ein achtwöchiger Klinikaufenthalt unvermeidbar gewesen. „Dadurch habe ich recht schnell einen Abstand zu allem gewonnen. Ich war weg vom Skispringen, in einer anderen Welt“, berichtet Hannawald. Für den Körper und den Kopf sei dies ein Start in ein ganz neues Leben gewesen. Ein Leben, aus dem der damalige Profisportler seine große Leidenschaft, das Skispringen, schließlich verbannen musste, um nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Er habe gelernt, dass einzig die vier Säulen Gesundheit, Familie, Beruf und Hobbies ein stabiles Lebensfundament bildeten.
 
Der wichtigste Faktor für ein Leben in Balance: Pausen!
 
Heute ist Sven Hannawald als TV-Experte und Unternehmensberater, insbesondere im Bereich Corporate Health, tätig und schlägt in seinen Business-Talks, Workshops und Seminaren auf den Skisprungschanzen Brücken aus der Welt des Profisports ins Business. „In der Arbeitswelt wird genauso ein Ergebnis gefordert wie im Leistungssport auch“, weiß Hannawald. „Früher hatten Beschäftigte eher die Möglichkeit, im Arbeitsalltag einmal durchzuatmen. Heute ist das nicht mehr so einfach möglich“, weiß er aus eigener Erfahrung. Doch regelmäßige Pausen seien unerlässlich, um eine gesunde Lebensbalance zu finden.
 
Methoden gegen Dauerstress und für mehr Achtsamkeit
 
Zahlreiche Arbeitgeber haben glücklicherweise bereits erkannt, dass sie sich nicht nur um die physische, sondern auch um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern müssen. Ende 2013 fanden seelische Belastungen schließlich auch Eingang ins Arbeitsschutzgesetz. Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung müssen Unternehmen nun auch nach psychischen Belastungen fahnden. Wie dies problemlos im Betrieb genutzt werden kann, zeigt etwa Diplom-Psychologin Ursula Dangelmayr, Beraterin und Trainerin für BGM auf der Corporate Health Convention in Stuttgart. Zehn Tipps zum Abschalten, Runterkommen und Entspannen hält Dirk Jürgens in seinem Mini-Achtsamkeitsworkshop am zweiten Messetag bereit.


--Veranstaltungstipps--


Moderierter Talk
mit Sven Hannawald, Skisprung-Legende, Autor, Unternehmensberater
4 gewinnt! Erfolg in Balance
Mittwoch, 10. Mai 2017, 10.00 bis 10.40 Uhr, Forum B
präsentiert vom Gezeiten Haus, STAEDTLER & dem Corporate Health Netzwerk
 
Vortrag
mit Diplom-Psychologin Ursula Dangelmayr, Beraterin und Trainerin Betriebliches Gesundheitsmanagement, UD-Gesundheitsmanagement
Hilfe – die Psyche kommt in die Betriebe! Was Ihnen die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bringt.
Mittwoch, 10. Mai 2017, 12.55 bis 13.10 Uhr, Start-up Stage
 
Vortrag
Dirk Jürgens, Jürgens Unternehmensberatung Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Achtsamkeit
10 Tipps zum Abschalten, Runterkommen und Entspannen – Mini-Achtsamkeitsworkshop.
Dienstag, 10. Mai 2017, 12.55 bis 13.10 Uhr, Democenter


Die Corporate Health Convention ist die Ausstellungs- und Vernetzungsplattform zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz. Auf der siebten Europäischen Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie am 09. und 10. Mai 2017 in Stuttgart präsentieren mehr als 160 Aussteller ihre Produkte und Konzepte unter anderem aus den Bereichen Betriebliches Gesundheitsmanagement, Ergonomie, Suchtprävention, Bewegung, Arbeitssicherheit sowie Weiterbildung und Training. Unter dem Spotlight „Digitales BGM“ nimmt sich die Corporate Health Convention 2017 der Frage nach den Potenzialen und Risiken digitaler Gesundheitsförderung an. Mit dem Umzug ins renommierte L-Bank-Forum (Halle 1) rückt die Messe noch enger mit der PERSONAL2017 Süd, der 18. Fachmesse für Personalmanagement, zusammen.

www.corporate-health-convention.de

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