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Feick Hans Werner kobaltblau(13. Juli 2017) Trotz des großen Digitalisierungshypes agieren deutsche Führungskräfte bei Investitionen in digitale Projekte eher zurückhaltend: In zwei von drei Unternehmen entfielen im vergangenen Geschäftsjahr weniger als 30 Prozent der Firmeninvestitionen auf Digitalisierungsprojekte.

 

Jedes dritte Unternehmen gibt sogar weniger als zehn Prozent für diesen Geschäftsbereich aus. Das ist eins der Ergebnisse der "Unternehmensbefragung: Folgen der Digitalisierung" der IT-Management-Beratung kobaltblau. Ein Grund für diese verhaltenen Investitionen deutscher Firmen in Digitalisierungsprojekte könnte in den derzeit noch fehlenden Gewinnen liegen. Bisher haben die wenigsten Entscheider (14 Prozent) durch die digitale Umstellung einen geldwerten Mehrwert erhalten.
"Wenn Unternehmen mit ihren Digitalisierungsprojekten bis jetzt noch keine Gewinne eingefahren haben, kann das auch daran liegen, dass sie vergleichsweise spät auf den digitalen Zug aufgesprungen sind", sagt kobaltblau-Geschäftsführer Hans-Werner Feick (BILD). "Der Durchbruch des Internets in den 90er Jahren ist zwar für die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland als digitaler Startpunkt zu sehen - eine einheitliche Stunde null für alle Branchen gibt es jedoch nicht."

Entscheider aus der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe datieren den Startpunkt der Digitalisierung in ihrem Unternehmen im Vergleich zu anderen Branchen am weitesten zurück. Für 86 Prozent von ihnen ging die digitale Revolution spätestens in den 90er Jahren los. Im Gesundheitssektor sehen die meisten Befragten (47 Prozent) den Start dagegen erst vor zehn bis 20 Jahren, ebenso wie die Sparte Dienstleistung und Handel (34 Prozent). Obwohl die digitale Dividende auf sich warten lässt, erwarten nahezu alle befragten Entscheider positive oder sogar sehr positive Auswirkungen der Digitalisierung für ihr Unternehmen (98 Prozent). Für 44 Prozent haben sich die digitalen Projekte zwar noch nicht ausgezahlt, der wirtschaftliche Erfolg ist aber bereits absehbar. Immerhin 39 Prozent gehen davon aus, dass sich die Digitalisierung langfristig auszahlen wird.

"Wann ein Unternehmen den digitalen Break Even erreicht, hängt unter anderem von der strategischen Bewertung der Digitalisierung ab", sagt Hans-Werner Feick. "Firmen, die das Thema ganz oben auf die Agenda setzen, stellen tendenziell mehr Budget bereit und werden in der Regel dafür belohnt. Solche Unternehmen landen meist früher in der Gewinnzone, da sie den digitalen Wandel mit vollem Einsatz angehen. Halbherzige Maßnahmen verpuffen entweder komplett, oder es dauert deutlich länger, bis sich die Investition auszahlt."

http://www.kobaltblau.de

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