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Oczko Andreas DSAG(11. April 2018) SAP hat Änderungen in Vertrieb, Audit und Compliance angekündigt sowie ein neues Preismodell vorgestellt. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat den initialen Prozess zu den nun vorliegenden Ergebnissen auf dem Jahreskongress 2017 in Bremen angestoßen und war und ist Gesprächspartner zum Thema indirekte Nutzung.

 

Mit wichtigen Impulsen anhand vielfältiger Kundenszenarien und konstruktiven Vorschlägen konnte die DSAG zur Ausgestaltung des neuen Lizenzmodells beitragen. In der Neuausrichtung von Vertrieb, Lizenzaudits und Compliance finden sich bereits einige der wichtigen Forderungen der Anwendergruppe umgesetzt. „Was wir über längere Zeit intensiv mit SAP diskutiert und seit dem DSAG-Jahreskongress im Herbst des vergangenen Jahres konkret gefordert haben, wird nun von SAP auf den Weg gebracht“, kommentiert Andreas Oczko (Bild), DSAG-Vorstand Operations/Service & Support und stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Anders als bisherige nutzerbasierte Lizenzmodelle für den indirekten Zugriff auf ERP-Anwendungen, orientiert sich das neue SAP-Lizenzmodell an der Wertschöpfung, die durch das Anlegen und Auslösen bestimmter Transaktionen und Dokumente im SAP-ERP-System erzielt wird. „SAP hat mit diesem innovativen Modell einen wichtigen Schritt getan, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, das in letzter Zeit etwas verloren gegangen schien“, so Andreas Oczko weiter.

Für Neukunden interessant für Bestandskunden prüfenswert
Natürlich muss sich das neue Preismodell erst noch in der Realität bewähren. Dennoch ist das Modell ein guter Auftakt, in Bezug auf die Lizenzierung und die indirekte Nutzung eine für alle ansprechende Lösung zu schaffen. Weitere Schritte und Anpassungen müssen folgen. FürNeukunden grundsätzlich interessant, muss das neue Modell in der Praxis zeigen, ob es auch für die Bestandskunden wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sein wird. Wobei zu beachten ist, dass mit dem neuen Ansatz nur die Lizenzen für die indirekte Nutzung adressiert werden und nicht das gesamte Lizenzmodell. Wichtig in dem Zusammenhang wäre aus Sicht der DSAG, dass SAP, falls notwendig, individuelle Gespräche mit einzelnen Kunden sucht, um zeitnah eine tragfähige und faire Lösung für die indirekte Nutzung unter Berücksichtigung der Altverträge und der Historie zu finden. „Diese Vereinbarungen müssen legal verbindlich, für beide Seiten nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll sein und einen Schlussstrich unter dieses Thema ziehen. Die Wahlmöglichkeit zwischen ‚Alles bleibt wie es ist‘ und dem neuen Lizenzmodell ist nicht in jedem Fall ausreichend“, ergänzt Andreas Oczko.

Indirekte Nutzung deutlich verbessert
Weitere Konkretisierung hat das Thema indirekte Nutzung an sich erfahren. Hier wurden Definitionen deutlich verbessert und einige Szenarien und Sachverhalte, wie das Lesen von Daten in Drittsystemen aus SAP heraus oder auch das Schreiben von Stammdaten aus Drittsystemen, die als Forderung der DSAG im Raum standen, zum Vorteil der Kunden mit aufgenommen. Und auch hier gehen die Gespräche weiter.

Internet der Dinge braucht atmendes Pay-per-Use-Modell
Bezüglich des angekündigten Preismodells für das Internet der Dinge ist für die DSAG eine Lösung erstrebenswert, die sowohl aktuellen als auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird. „Ein erster Schritt ist getan, um den Weg zur digitalen Transformation weiter zu gehen. Ziel muss es jedoch sein, ein echtes, atmendes Modell auf der Basis eines Pay-per-Use-Ansatzes zu entwickeln“, konkretisiert Andreas Oczko. Dazu und zu weiteren Themen wird sich die DSAG in den kommenden Abstimmungsgesprächen mit SAP für ihre Mitglieder weiter stark machen.

www.dsag.de

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