(18. April 2018) Die Gruppe der Sparda-Banken hat einen zukunftsweisenden Outsourcing-Deal mit T-Systems geschlossen. Der Siebenjahresvertrag hat ein Volumen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und eine Verlängerungsoption um weitere drei Jahre.

 Al Saleh Adel B Photoa New CEO TSI Quelle Deutsche TelekomDie Großkundensparte der Telekom wird die komplette IT-Infrastruktur der Sparda-Datenverarbeitung eG (SDV-IT), dem zentralen IT-Dienstleister der Sparda-Banken, übernehmen und alle Großrechner und Serverlandschaften in hochsichere Rechenzentren von T-Systems migrieren. Bisher hat die SDV-IT selbst zwei Rechenzentren in Nürnberg betrieben. Der klassische IT-Outsourcing-Vertrag zählt im Markt zu den größten Deals der vergangenen Monate.

Die vereinbarten Leistungen mit T-Systems umfassen den kompletten IT-Infrastruktur- und Mainframe-Service. Mitarbeiter der Sparda-Datenverarbeitung eG übernehmen weiterhin das Management der Applikationen – etwa das Kernbankensystem oder Lösungen für den Zahlungsverkehr – sowie die Weiterentwicklung der Software. Mit dem Deal ist auch die Übernahme von rund 120 Mitarbeitern verbunden.

Basis für Kosteinsparungen und Digitalisierung
„Die aktuelle Marktsituation in der Bankenwelt mit Niedrigzinsmargen, steigenden regulatorischen Anforderungen und dem notwendigen Streben nach Digitalisierung erfordert nachhaltige Maßnahmen eines professionellen IT-Dienstleisters. Wir müssen daher ständig unsere Effizienz steigern, Kosten reduzieren und gleichzeitig Innovationen vorantreiben, um unsere aktuell gute Wettbewerbssituation zu stärken. Der IT-Outsourcing-Vertrag mit T-Systems bringt ein Kostensenkungspotenzial in dreistelliger Millionenhöhe und wir gehen damit den nächsten konsequenten Schritt in der bereits begonnenen Digitalisierungsstrategie“, sagt Burkhard Kintscher, Vorstandsvorsitzender der SDV-IT. „Für T-Systems haben wir uns bewusst entschieden, weil wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit schätzen und das Unternehmen auch in punkto Regulatorik und IT-Sicherheit einen hervorragenden Ruf im Markt genießt. Zusammen mit T-Systems als starken und versierten Partner können wir so die hohen Anforderungen der Bankenaufsicht BaFin kosteneffizient erfüllen.“

„Der Auftrag der Sparda-Gruppe zeigt, dass Kunden nach wie vor für den Betrieb ihrer komplexen IT-Infrastruktur auf Partner setzen. Als Digitalisierungspartner helfen wir ihnen, Produktivität und Effizienz zu steigern und ihre Digitalstrategie umzusetzen“, sagt Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Adel Al Saleh (Bild). Das schon oft totgesagte klassische Outsourcing hat in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) laut ISG-Index im letzten Quartal des Jahres 2017 sogar einen deutlichen Aufschwung verzeichnet.

Netzwerkinfrastruktur und IT-Sicherheit
Neben der IT-Infrastruktur wird T-Systems auch die Netzwerk-Leistungen für die gesamte Sparda-Gruppe bereitstellen. Dazu gehören die sichere Anbindung der rund 400 Filialen der heute zwölf regionalen Genossen-schaftsbanken der Sparda-Banken-Gruppe an die Rechenzentren, die lokalen Netzwerke an den Standorten der Sparda-Banken sowie die Call-Center-Technologie und die Arbeitsplatzsysteme der rund 6.000 Mitarbeiter.
Bestandteil des Vertrags sind weiterhin umfangreiche Sicherheitsservices. So wird T-Systems einen zentralen Firewall-Service betreiben sowie ein Security Information & Event-Management (SIEM) bereitstellen, mit dem sich Echtzeit-analysen von Gefährdungen und Angriffe auf IT-Systeme entdecken und abwehren lassen, bevor ein tatsächlicher Schaden entsteht. Ein Identity & Access Management (IAM) sowie PKI Services (Public Key Infrastructure) ergänzen das umfangreiche Sicherheitspaket.

Die Sparda-Datenverarbeitung eG (SDV-IT)
wurde im März 1983 gegründet und ist der zentrale IT-Dienstleister der Sparda-Banken. Sie entwickelt seit über 30 Jahren sichere und innovative Lösungen für ihre Mitglieder. Dazu gehören banktechnische Anwendungen wie Corebanking, Zahlungsverkehr, Vertriebslösungen oder Baufinanzierung. Das zentrale Kernbankensystem "BASE" ist das Herzstück der Banken-IT.

Die Sparda-Banken
sind eine Gruppe von zwölf regionalen Genossenschaftsbanken, die in Deutschland mit rund 6.000 Mitarbeitern in über 400 Filialen 3,6 Millionen Mitglieder betreuen. Bis heute steht der private Kunde im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Die Gruppe der Sparda-Banken ist damit die einzige Bankengruppe in Deutschland, die sich ausschließlich im sogenannten „Retail-Banking“-Segment engagiert. Die Sparda-Banken sind sowohl Direktbank als auch Filialbank. Kunden der Sparda-Banken können nahezu alles rund um das Girokonto per Telefon oder über das Internet erledigen.

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