(10. Februar 2020) Softwarestörungen und -ausfälle kosten einerseits Zeit und Geld und frustrieren andererseits die Anwender. Umso wichtiger ist ein End-2-End-Monitoring, das frühzeitig mögliche Probleme erkennt. Die Implementierung und der Betrieb des Monitorings sind aber keine einfache Angelegenheit. Hilfestellung bieten zehn Punkte des IT-Dienstleisters Consol.

Van Le Cliff Consol Quelle Consol

Das „traditionelle“ Monitoring mit der Überwachung von CPU-Last, Datenbankeffizienz oder Applikationsverfügbarkeit reicht für die heutigen komplexen Systemarchitekturen nicht mehr aus. Eine optimale Funktionsweise und hohe Qualität von Systemen und Anwendungen sind nur mit einem ganzheitlichen End-2-End-Monitoring sicherzustellen, das vor allem auch die Nutzersicht umfasst. Allerdings ist das Aufsetzen eines End-2-End-Monitoring-Prozesses komplex und mit etlichen Herausforderungen verbunden. Die Auswahl der adäquaten Technologien, die Identifizierung geschäftskritischer Prozesse oder die Bestimmung der richtigen Schwellenwerte sind nur einige der Aufgaben.

Um Fehler bei der Einrichtung eines End-2-End-Monitorings zu vermeiden, hat Consol zehn Punkte zusammengestellt:

1. Fokussierung auf geschäftskritische Pfade der Anwendung
Die regelmäßige Durchführung von End-2-End-Tests ist ressourcen- und wartungsintensiv und erfordert ein dediziertes Testmaschinen-, Testfarm- oder Container-Setup. Deshalb sollten End-2-End-Tests vor allem auf die zentralen und geschäftskritischen Pfade einer Anwendung abzielen.

2. Durchführung der End-2-End-Überwachung auf Produktionssystemen
Das End-2-End-Monitoring erfolgt nach Möglichkeit auf Produktionssystemen und nicht auf alternativen Umgebungen mit einem unterschiedlichen Setup. Damit ist eine realistische Messung der User Experience und eine effiziente Sicherung des Umsatzes gewährleistet.

3. Bestimmung der richtigen Schwellenwerte
Wenn die Performance einer Anwendung unter einen bestimmten Schwellenwert fällt, wird ihr Durchsatz und ihre Conversion-Rate drastisch reduziert, da sich das System für die Erwartungen eines Benutzers „zu langsam“ anfühlt. Laut der Studie „A study on tolerable waiting time: how long are Web users willing to wait?“ (2003; Prof. Nah) beträgt die akzeptable Wartezeit gerade einmal zwei Sekunden. Daher ist es wichtig, zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs die richtigen Schwellenwerte zu bestimmen.

4. Ruhe bewahren
Korrekt eingestellte Schwellenwerte lösen Alarme rechtzeitig aus, sodass unmittelbar reagiert werden kann. In komplexen Systemen können Belastungsspitzen zu Schwankungen in der Systemleistung führen, ohne dass ein ernsthaftes Problem daraus entsteht. Daher erfordert eine Warnung möglicherweise keine sofortige Reaktion, sondern lediglich eine Beobachtung, ob sich das System stabilisiert oder ob ein Eingreifen erforderlich wird.

5. Durchführung eines globalen End-2-End-Monitorings
Wird eine Anwendung global genutzt, sollte das End-2-End-Monitoring in den entsprechenden lokalen Regionen und Märkten betrieben werden. Effekte die durch hohe Latenzzeiten oder schlechte Routing-Effizienz hervorgerufen werden und damit die Benutzerfreundlichkeit stark beeinflussen, können somit identifiziert und überwacht werden.

6. Isolation vom Tagesgeschäft
Daten aus Monitoring-Checks dürfen das Tagesgeschäft nicht beeinträchtigen. Durch die Verwendung von identifizierbaren Testdaten und Dummy-Anmeldeinformationen kann ein Einfluss etwa auf Business-Intelligence-Systeme vermieden werden.

7. Trennung von Test- und Produktivdaten
Testdaten und Testkonten in der Produktion sollten klar gekennzeichnet sein, um sie von Produktivdaten zu trennen. Eine transparente, zentralisierte Verwaltung und Dokumentation aller Testdaten ist dabei essenziell, um den Überblick zu behalten.

8. Verschlüsselung sensibler Daten
Auch der Compliance-Aspekt darf nicht vernachlässigt werden, gerade hinsichtlich der Zugangsdaten für Testkonten auf Produktionssystemen. Moderne End-2-End-Monitoring-Tools verfügen über Sicherheitsmechanismen, die eine vollständige Verschlüsselung von Anmeldeinformationen bieten.

9. Ermittlung von Mustern aus den Gesamtergebnissen
Ein einzelner fehlgeschlagener Test muss noch kein Indikator für eine fehlerhafte Anwendung sein. Die Probleme könnten durch den Internet Service Provider, die Infrastruktur, das Netzwerk oder interne Services hervorgerufen worden sein. Anstatt die Ergebnisse einzeln zu überprüfen, sollten Muster aus den Gesamtergebnissen ermittelt werden.

10. Vergleichbare Messergebnisse erzeugen
Funktionalitäten, die in Abhängigkeit von Bedingungen getestet werden, können beim Monitoring zu inkonsistenten beziehungsweise nicht vergleichbaren Ergebnissen führen, wenn dadurch die Messergebnisse maßgeblich beeinflusst werden oder nur bedingt zustande kommen. End-2-End-Monitoring-Tests sollten, wenn möglich, ohne Bedingungen aufgebaut werden, um einheitliche Performance-Daten zu erhalten.

„End-2-End-Monitoring kann eine große Herausforderung sein. Feinheiten wie die Wahl der richtigen Schwellenwerte oder die Auswahl der zu testenden Prozesse und Workflows sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich“, erklären Cliff Le Van (Bild) von Consol. „Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung in den Bereichen End-2-End-Testing und -Monitoring haben wir Punkte entwickelt, die Unternehmen ein erstes Hilfsmittel an die Hand geben, um erfolgreich in ein ganzheitliches Monitoring zu starten.“

Whitepaper zum Download
Weitere Informationen finden sich in dem Consol-Whitepaper „10 Step Guide to E2E Monitoring“. Es steht zum kostenlosen Download unter https://sakuli.io/wp/ zur Verfügung.

https://www.consol.de

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