(08.06.2020) Anhaltende Kontaktverbote, zusätzliche Hygienemaßnahmen und die Stilllegung großer Teile des öffentlichen Lebens stellen viele Unternehmen aktuell vor enorme Herausforderungen. Energieversorger und Stadtwerke erleben gerade in diesen Zeiten, dass sich Investitionen in digitale Lösungen auszahlen.

Tobias Thiel enemarketGleichzeitig führt die derzeitige Situation dazu, dass Unternehmen ihre internen Abläufe optimieren: Es braucht ausgereifte Prozesse, um auf die geänderten Bedürfnisse von Kunden zu reagieren. Dabei bleiben Produkte wie Strom und Gas auch in einer digitalisierten Welt gleich – was sich ändert, sind beispielsweise die Vertriebswege, um das Produkt zu vermarkten, und die Anforderungen der zu beliefernden Kunden. „Die Verbraucher wandeln sich immer mehr vom reinen Konsumenten zum aktiven Marktakteur im Energiesystem – dabei möchte der digitale Kunde komfortable, personalisierte und sofort verfügbare Produkte“, erklärt Tobias Thiel (Bild), Geschäftsführer der enermarket GmbH.

Nachhaltigkeit als Basis
Derzeitige Entwicklungen lassen vermuten, dass sich die Corona-bedingten Veränderungen im Arbeitsumfeld auch gravierend auf den Einsatz moderner digitaler Lösungen bei energiewirtschaftlichen Kernaufgaben auswirken. Arbeitsweisen und IT-Werkzeuge, die noch vor einem Vierteljahr in vielen Energieversorgungsunternehmen nicht zum Einsatz kamen, gehören heute flächendeckend zum Alltag. Gerade Regionen, die einen hohen Anteil an regionalen erneuerbaren Energien im Strommix aufweisen, profitieren von der Transparenz und Sicherheit, die sie mit innovativen Lösungen schaffen. Denn im Gegensatz zur klimaintensiven Stromerzeugung spielen bei dezentral organisierten Energieanlagen regionale Vernetzung und digitale Dienstleistungen eine Schlüsselrolle. „Einerseits wird die Digitalisierung vorangetrieben, andererseits die örtliche Wertschöpfung aufgrund der Nutzung lokaler Ressourcen gestärkt und die Wahrnehmung der Energiewende vor der Haustür bei Verbrauchern aufgebaut“, erklärt Thiel.

Energiewende nicht aufschieben
Nach wie vor steigt der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion – erst im März lag er bei über 50 Prozent des deutschen Strommixes. Auch die Nachfrage nach Ökostrom nimmt zu. Als Ursache gilt möglicherweise der „Greta-Effekt“ und der Wunsch vieler Kunden, auf emissionsarme Alternativen zu fossilen Brennstoffen und Kohleverstromung umzusteigen. Gleichzeitig haben erst kürzlich mehr als 180 Wirtschaftsverbände, Unternehmen und Umweltschutzvereine einen Aufruf für milliardenschweren Konjunkturhilfen für die Einhaltung der Klimaziele gestartet und davor gewarnt, aufgrund von Corona die geplante Wende aufzuschieben. Experten sprechen sich dabei für Lösungsansätze aus, die sowohl die Wirtschaft stimulieren als auch das Klima schützen. Beides vereinen erneuerbare Energien, deren Ausbau Unternehmen auch in Krisenzeiten nicht infrage stellen sollten. Digitale Plattformen spielen in diesem Zusammenhang für die Steuerung der verschiedenen – zum Teil räumlich getrennten – technischen Einrichtungen und deren Energieflüsse ebenso eine zentrale Rolle wie für die Abrechnung und Verbindung mit dem herkömmlichen, zentral organisierten Energiesystem. „Eine klare Gesetzeslage, die eine feste Vergütung vorschreibt, führt zu mehr Investitionssicherheit, die wiederum zu einem nachhaltigen Wirtschaften im ökologischen wie ökonomischen Sinne beiträgt“, so der Energie-Experte.

Digitale Plattformen dienen als Unterstützung
Mit der wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit für Klimafragen haben sich etablierte Geschäftsmodelle bereits stark gewandelt. Nicht zuletzt gelten die Digitalisierung und die Sharing Economy als treibende Kräfte, mit denen dieser Prozess Fahrt aufnimmt – der Trend geht dabei klar in Richtung saubere Energie und mehr Nachhaltigkeit. „Stromhandel mit erneuerbaren Energien in Echtzeit, der Transparenz und Nachhaltigkeit priorisiert, gewinnt an Attraktivität und Akzeptanz“, so Thiel. Damit kleine und mittelständische Unternehmen eine energieeffiziente Strategie umsetzen und den passenden Strom- und Gasanbieter ermitteln können, stellt ihnen die enermarket GmbH ein neutrales Online-Vergleichsportal zur Verfügung. Dort finden Geschäftskunden einen passenden Versorger und gelangen mit wenigen Klicks zum erfolgreichen Vertragsabschluss. „Darüber hinaus liefert unsere Plattform Informationen rund um vielseitige Energielösungen“, erläutert Thiel. Unternehmen müssen die Weichen für regionale und digitale erneuerbare Energien jetzt stellen, um nicht von anderen Akteuren und Geschäftsmodellen an den Rand gedrängt zu werden und einen großen Teil zum klimafreundlichen Wirtschaften und zur „neuen“ Realität beizutragen.

www.enermarket.de

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