(18.06.2020) Jeder der weltweit rund 3,7 Milliarden Nutzer verbringt täglich durchschnittlich 142 Minuten im Social Media. Für Unternehmen ergibt sich dadurch die Chance, Facebook, Instagram und Co. als Kanäle für die Unternehmenskommunikation und das Employer Branding zu nutzen. Jan Kriebel, Head of Social Media-Marketing der Löwenstark Online-Marketing GmbH, erklärt in seinem Betrag, wie das erfolgreich funktionieren kann. 

Jan Kriebel, Head of Social Media-Marketing, Löwenstark Online-Marketing GmbH, Quelle: Jan KriebelFachkräftemangel und „War of Talents“ machen es deutlich: Unternehmen müssen heutzutage auch die sozialen Medien nutzen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und gut ausgebildete Fachkräfte für sich zu gewinnen. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom nutzen 31% der Social Media-User die sozialen Medien, um sich über Unternehmen und Marken zu informieren. Besonders für die Generation Y spielt dabei auch die Social Media-Präsenz der Unternehmen eine große Rolle. Um sich hier langfristig zu etablieren und die gewünschte Zielgruppe erfolgreich zu erreichen, sollten Unternehmen zunächst eine klare Strategie und ein glaubwürdiges Konzept für das Employer Branding aufsetzen. Wie möchte ich als Unternehmen wahrgenommen werden? Was sind meine USPs gegenüber Mitbewerbern? Welche Kanäle kommen für mein Unternehmen in Frage? Wie spreche ich die Zielgruppe an und mit welchen Methoden kann ich auf mich aufmerksam machen? Antworten auf diese Fragen können helfen, einen klaren Fokus zu setzen und als Unternehmen herauszufinden, mit welcher Strategie das Employer Branding am besten realisiert werden kann. Unternehmen sollten darüber hinaus bedenken, dass die Inhalte „mobile first“-optimiert sind. Denn mehr als die Hälfte aller Internetnutzer geben Smartphone und Tablet dem PC den Vorzug.

Den richtigen Content spielen
Social Media gehört mittlerweile bei vielen Unternehmen zu einer professionellen Unternehmenskommunikation. Laut einer Studie des Portals LinkedIn nutzen weltweit 81 % der kleinen und mittelständigen Unternehmen mindestens eine Social Media-Plattform. Doch im Social Media möchten User in erster Linie unterhalten werden. Sie öffnen die Apps auf dem Sofa, beim Friseur oder im Café – also vor allem in ihrer Freizeit. Entsprechend sollte der Content aufbereitet sein: Weg von komplizierten Marketingdeutsch, hin zu leicht verständlichen, frischen Inhalten. Am besten eignet sich hier ein Mix aus professionellen und unterhaltsamen Postings. Es gibt bereits einige Unternehmen, die diesen Mix gekonnt umsetzen und es schaffen, ihre Botschaften modern und ansprechend zu verbreiten. Potential findet sich vor allem in den eigenen Reihen: „Ermöglichen Sie einen Blick hinter die Kulissen Ihres Unternehmens und berichten Sie von spannenden Events, Firmenfeiern und Aktivitäten der Mitarbeiter“, empfiehlt Jan Kriebel (Bild).

Für junge Nachwuchsfachkräfte spielen heutzutage nicht allein Gehalt und Position eine Rolle bei der Wahl ihres Arbeitgebers, sondern ein erfüllendes Miteinander, Kollegenzusammenhalt und soziale Kompetenzen des Unternehmens. Diese Aspekte können besonders gut durch Social Media vermittelt werden. Jan Kriebel: „Machen Sie Ihre eigenen Mitarbeiter zu Influencern und Markenbotschaftern Ihres Unternehmens, indem Sie sie auf Ihren Social Media-Kanälen über das Unternehmen berichten lassen. Das schafft Vertrauen und wirkt darüber hinaus noch sehr authentisch.“ Die Chance, durch derartige Einblicke in das eigene Unternehmen eine menschliche Verbindung zu den Usern zu schaffen, ist einer der entscheidenden Vorteile von Social Media.

Unternehmen als Vordenker positionieren
Neben Insights aus dem Alltag im Unternehmen wünschen sich viele Millenials von ihrem Arbeitgeber auch eine klare Positionierung zu aktuellen Themen. Auch hierfür kann Social Media das richtige Sprachrohr sein. In Form von kreativem Storytelling können Unternehmen ihr Commitment zu bestimmten Sachverhalten wie Umweltschutz, Gesundheit und Work-Life-Balance demonstrieren. „Statt Inhalten von anderen Unternehmen hinterher zu laufen und passiv zu agieren, setzen Sie stattdessen besser eigene Trends und stärken Ihre Rolle als Experte und Vordenker in Ihrer Branche“, erklärt Jan Kriebel. Solche Inhalte schärfen nicht nur die eigene Unternehmens-DNA, sie können durch Repostings und Shares darüber hinaus zu viralen Inhalten expandieren, die die Brand Awareness auch bei potenziellen neuen Mitarbeitern steigern.

Auch Erfolge sollten geteilt werden: Auszeichnungen für Produkte, gute Kundenbewertungen oder einzigartige USPs wie Firmen-Kindergarten oder Sportangebote. Untermauert werden diese Inhalte durch aussagekräftige Bilder oder Videoinhalte, um die Aufmerksamkeit zusätzlich zu erhöhen. Neben regelmäßigen Postings können für Unternehmen auch Werbeanzeigen eine sinnvolle Möglichkeit sein, die Bekanntheit in der gewünschten Zielgruppe zu erhöhen. Jan Kriebel ergänzt: „Mittlerweile bieten nahezu alle Social Media-Kanäle auch die Möglichkeit, direkt auf die Unternehmensseite zu verlinken. So können Sie beispielsweise aktuelle Stellenanzeigen veröffentlichen und Interessenten per One-Klick direkt zu Ihrem Bewerbungstool weiterleiten.“

Fazit
Social Media ist heutzutage weit mehr als ein unterhaltsamer Zeitvertreib für User und Werbekanal für Neukunden, sondern bietet Unternehmen auch im Bereich Employer Branding viele Potenziale. Mit einer klaren Strategie und gut aufbereiteten, interessanten Inhalten können Unternehmen ihre Bekanntheit steigern und junge Nachwuchskräfte für sich gewinnen.

www.loewenstark.com

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