(20.07.2020) Immer wieder lassen Unternehmen die Pflege ihrer Anwendungen schleifen. Oft verlieren sie dann den Überblick – und es wird teuer. IT-Dienstleister Avision erklärt, warum Software von kleinen Anpassungsschritten profitiert.

Nadine Riederer, CEO bei Avision, Quelle: Avision Jedes Unternehmen, das Applikationen selbst entwickelt, weiß: Software ist nie fertig. Regelmäßig werden neue Bugs entdeckt, und Fachabteilungen fordern in zunehmendem Maße Flexibilität von der IT ein, damit sie neue Prozesse schneller implementiert. Das mag ein Nachteil der Digitalen Transformation sein, die immer mehr Prozesse abbildet. Andererseits stellt sie auch sicher, dass Unternehmen am Markt schneller und agiler handeln können.

Die regelmäßige Softwarepflege ist unentbehrlich. Wer sie ignoriert, sieht sich nicht selten mit einem riesigen Berg von Problemen konfrontiert: einerseits steht dann eine unüberschaubare Anzahl von Bugfixes, Verbesserungen und Erweiterungen an, die es gilt, mühsam abzuarbeiten. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in der Zwischenzeit Middleware, Datenbanken und Programmiertools veraltet sind, die zusätzlich auf Vordermann gebracht werden müssen. Und wer zu lange wartet, kann vielleicht nicht mehr auf die Entwickler der Applikationen zurückgreifen, weil sie das Haus verlassen haben; das ist besonders schmerzlich, wenn der Code nur mäßig dokumentiert wurde.

Die größte Gefahr ist aber der Teufelskreis, der entstehen kann: wurde eine Applikation zu lange nicht angefasst, schwindet die Notwendigkeit, sie zu modernisieren. Dann schreitet der Alterungsprozess weiter voran, und sie wird zur Legacy-Software, deren Nutzen abnimmt. Sie steht immer weiter unten auf der Agenda und wird zunehmend vernachlässig.

So weit muss es aber nicht kommen. Der IT-Dienstleister Avision erklärt, warum die ständige, inkrementelle Softwarepflege wichtig ist und welche Vorteile sie mit sich bringt.

1. Geringere Projektkosten: Der Code einer kontinuierlich betreuten Software ist immer aktuell. Unnötiger Ballast wird regelmäßig entfernt, etwa die Felder „BLZ“ und „Kontonummer“, die seit IBAN nicht mehr gebraucht werden. Zusätzliche Aufgaben und User- oder Abteilungsanforderungen lassen sich reibungslos innerhalb bestehender Projekte umsetzen. Sind zu viele Änderungen auf einmal nötig, muss ein komplett neues Projekt angelegt werden. Das bedeutet: mehr Organisation, mehr Arbeitsaufwand und höhere Kosten.

2. Höhere Entwickler-Effizienz: Der Aufwand für Entwickler, eine veraltete Software von Grund auf zu überarbeiten, ist gigantisch: sie müssen sich zuerst wieder mühselig einarbeiten. Das erfordert hohe Personalressourcen und treibt die Kosten übermäßig in die Höhe. Wurde die Software hingegen regelmäßig weiterentwickelt, tendiert die Einarbeitungszeit gegen Null.

3. Bessere Anwender-Akzeptanz: Anwender akzeptieren kleinere Anpassungen einer Applikation eher, weil die Lernkurve gering bleibt. Große Änderungssprünge hingegen, etwa mit radikal überarbeiteten Benutzeroberflächen oder einer großen Anzahl neuer Features, können User schnell überfordern. Dann sinkt nicht nur die Akzeptanz: im Extremfall sind sogar Schulungen notwendig, die Kosten verursachen und den Anwendungsprozess verzögern.

4. Vereinfachte Wissensübergabe: Bei Software, die längere Zeit nicht angefasst wurde, kommt es vor, dass sie in einer Sprache oder einem Programmierstil entwickelt wurde, die nicht mehr aktuell sind. Wenn deren Entwickler die Firma inzwischen aber verlassen haben, ist das Programmier-Know-how nicht mehr verfügbar und muss aufwändig rekonstruiert werden – vor allem dann, wenn der Code schlecht dokumentiert wurde. Eine gut dokumentierte, regelmäßig gepflegte Software mit kurzen Versionsabständen macht es ausscheidenden Mitarbeitern dagegen leichter, ihr Know-how an Nachfolger weiterzugeben.

5. Geringerer Testaufwand: Kleinere Änderungen an der aktuellen Software lassen sich in der Regel schnell durch automatisierte Tests validieren. Das Testen umfangreicher Änderungen hingegen ist mit einem wesentlich höheren Aufwand verbunden. Es kommt auch vor, dass alte Software-Fehler gar nicht erst entdeckt werden und so die Leistungsfähigkeit der Lösung dauerhaft beeinträchtigen.

6. Weniger Sicherheitslücken: Jeder Smartphone-Benutzer weiß heute, dass Sicherheitslücken schnell geschlossen werden müssen. Bei Unternehmenssoftware ist es genauso. Erschwerend ist allerdings, dass hier oft kritische und vertrauliche Daten gespeichert werden, entweder Personen-, Konstruktions- oder Angebotsdaten, die für Cyberkriminelle besonders wertvoll sind.

„Unternehmen, die ihre Software lange nutzen möchten, müssen sie regelmäßig aktualisieren“, erklärt Nadine Riederer (Bild), CEO bei Avision. „Gut gepflegte Software ist ein Dauerbrenner und stellt für Unternehmen ein technisch und wirtschaftlich zuverlässiges Werkzeug dar, mit dem sie am Markt sicher, agil und schnell agieren können.“

www.avision-it.de

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