(15. März 2019) Wird die Generation Z die E-Mail im Arbeitsalltag noch kennenlernen? Vermutlich nicht, diese Tendenz belegt zumindest der aktuelle Kommunikations- und Datenschutz-Report von Wire. Über 300 leitende Angestellte, Führungskräfte und Manager großer Unternehmen aus den USA und Europa wurden befragt. Die Erkenntnisse der qualitativen Studie sind alarmierend, doch Besserung ist in Sicht.

 

Wire Security Quelle wire comEs fehlt an Transparenz: Krisenkommunikation und Datenschutz (nicht) im Fokus
Die vermehrt auftretenden Cyber-Angriffe waren augenscheinlich nicht Weckruf genug. 38 Prozent der Befragten sind nicht sicher, ob überhaupt im Falle eines Netzwerkausfalls ein Notfallkonzept besteht. Passend dazu haben selbst ein Drittel aller Führungspositionen (35 Prozent) keine Informationen darüber, wie das Unternehmen sensible Daten und die interne sowie externe Kommunikation schützt. Darüber hinaus geben fast zehn Prozent der Umfrageteilnehmer an, keine Kenntnis über drohende finanzielle Konsequenzen bei Datenschutzverstößen oder Cyberangriffen zu haben. Trotz Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und besorgniserregenden Präzedenzfällen erfolgreicher Hacker-Attacken, herrscht bei Unternehmen vor allem bezüglich Transparenz und Bewusstsein enormer Nachholbedarf.

Generation Z auf einem sicheren Weg: E-Mail noch präsent aber vor dem Aus?
Über die Hälfte der Unternehmen bevorzugt die E-Mail als Kommunikationslösung und hier finden vor allem Outlook (65 Prozent) und Gmail (44 Prozent) Anwendung. Dabei geben 44 Prozent an, über diese Kanäle auch sensible Daten auszutauschen. Die deutliche Mehrheit der Befragten (76 Prozent) geht allerdings davon aus, dass die Generation Z im beruflichen Alltag nicht mehr via E-Mail kommunizieren wird. Und auch generell stehen heranwachsenden Fachkräften vor grundlegenden Veränderungen: So wird laut Meinung der Führungskräfte (81 Prozent) die Zukunft der Arbeit in einem Mix von Mensch-zu-Mensch und Mensch-zu-Maschine-Kommunikation liegen.

Sicherheit und Produktivität als große Bedürfnisse: Unternehmen in der Pflicht
Es liegt nun an den Unternehmen, zielführende Schritte in die Wege zu leiten, um IT-Sicherheit und Privatsphäre über alle Ebenen zu gewährleisten. Über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen proaktives Vorgehen hinsichtlich Datenschutz und vertraulicher Kommunikation. Zusätzlich erkennen sie den Bedarf einer sicheren IT-Infrastruktur, die es erlaubt, sowohl intern als auch extern mit Partnern und Kunden zu kommunizieren. Speziell die Faktoren Sicherheit und Datenschutz-Konformität zählen bei der Einführung von Business-Cloud-Lösungen verstärkt zu den entscheidenden Auswahlkriterien (80 Prozent). In punkto Produktivität erkennen die Führungskräfte in der Kommunikation via Messenger-Apps große Vorteile hinsichtlich Schnelligkeit (92 Prozent) und einfacher Bedienung (74 Prozent).

Morten Brøgger, Initiator der Studie und CEO von Wire, über die Resultate: "Trotz des wachsenden Bewusstseins für Cyber-Bedrohungen haben viele Unternehmen noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt. Angesichts der Masse an sensiblen Daten, die tagtäglich über die firmeneigene IT-Infrastrukturen und darüber hinaus ausgetauscht werden, muss diese digitale Fahrlässigkeit endlich Beachtung finden. Unternehmen benötigen sichere und intuitive Kollaborationswerkzeuge, die ihnen helfen, die Herausforderungen der modernen Welt zu bewältigen. Im Zeitalter der Privatsphäre müssen Unternehmen IT-Sicherheit und Datenschutz verstehen und nachhaltige Maßnahmen ergreifen. Nur über diesen Weg ist der seit Jahren wachsende Schaden durch Cyber-Angriffe aufzuhalten."

Der Kommunikations- und Datenschutz-Report von Wire als PDF zum Download:
https://wire.com/en/contact/survey-report-download/

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