(11. Juli 2019) Das Thema Cybersicherheit wurde in den vergangenen Tagen erneut viel diskutiert. Auslöser dafür waren Zahlen zu Betrugsfällen, die von der R+V-Versicherung und der Deutschen Telekom veröffentlich wurden.

Beranek Brett Nuance

Demnach seien bei dem Versicherer der genossenschaftlichen Bankengruppe allein von diesen Instituten im ersten halben Jahr 2019 knapp 300 Betrugsfälle gemeldet worden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf gut fünf Millionen Euro. In etwa zur gleichen Zeit vermeldet die Deutsche Telekom, dass sie im April täglich bis zu 46 Millionen Cyberangriffe verzeichnet habe. Brett Beranek (Bild), Vice-President & General Manager, Security & Biometrics bei Nuance Communications kommentiert:

„Solche beängstigenden Zahlen kommen zustande, wenn nach wie vor vielerorts veraltete Authentifizierungsmethoden, wie etwa SMS, PIN oder Passwörter verwendet werden. PINs oder Passwörter werden vergessen oder gehen verloren oder sind schlichtweg zu einfach, sodass Hacker schnell dahinterkommen und sehr einfach Zugriff auf Nutzerkonten erhalten.

Deshalb sollte Stimmbiometrie in Zukunft unbedingt Teil einer jeden Authentifizierungsstrategie sein. Stimmbiometrie ist eine Technologie zur Sprecherauthentifizierung, die eine Sprachprobe erfasst, sie mit einem zuvor gespeicherten Stimmabdruck – meistens eine eingesprochene Phrase wie „Meine Stimme ist mein Passwort“ vergleicht und ermittelt, wie genau diese übereinstimmen. Dabei enthält ein Stimmabdruck mehr als 1.000 einzigartige Merkmale einer Person, die einerseits durch physische Faktoren wie die Länge des Stimmtraktes oder der Nasenpassage und andererseits durch Verhaltensmerkmale wie Tonhöhe, Rhythmus oder den Akzent bestimmt werden. Selbst wenn jemand die Passphrase kennt, ist er nicht in der Lage, die Stimme des Sprechers vollständig zu imitieren.

Stimmbiometrie hat aber nicht nur sicherheitsrelevante Vorteile: sie zielt auch darauf ab, den Nutzerkomfort zu erhöhen. Die Eingabe von PINs, Passwörtern oder Sicherheitsfragen im Sprachdialogsystem wird überflüssig und erlaubt die einfache sprachliche Eingabe von Passphrasen, was weniger aufwändig und gleichzeitig sicherer ist.

Stimmbiometrie findet heute vor allem in Call und Contact Centern Verwendung, vor allem im Finanz- und Bankensektor, bei Versicherungen, Telekommunikationsanbietern und in Behörden. Vermehrt kommt Stimmbiometrie auch zur Authentifizierung im Smart Home, im Gesundheitswesen und in Automotive-Lösungen zur Anwendung. 2016 nutzten weltweit 150 Millionen Menschen Stimmbiometrie-Lösungen von Nuance, heute sind wir bei 300 Millionen. Eine Verdopplung in zwei Jahren. Bis 2020 rechnen wir mit 600 Millionen. Die Akzeptanz ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, vor allem durch die Gewöhnung der Nutzer an die Interaktion mit ihren Smartphones und Geräten per Stimme – dabei spielen Alexa, Siri und Nuance-Assistentin Nina eine wichtige Rolle. Je mehr und besser wir mit Maschinen sprechen können, desto mehr wird es zur Normalität, seine Stimme natürlich als Passwort zu verwenden.“

www.nuance.de

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