(06. Dezember 2019) Dieses Jahr wird laut der US-amerikanischen National Retail Federation allein im Weihnachtsgeschäft ein Umsatz von über 728 Milliarden US-Dollar erwartet. Damit machen in den meisten Unternehmen die Umsätze aus den Feiertagen 30 Prozent des Jahresumsatzes aus.

Stoehr Karsten DataStax Quelle DataStax

Und die Beliebtheitswerte von Online-Shopping, insbesondere über mobile Geräte, steigen weiter an. Um diesem enormen Kundenansturm gewachsen zu sein, muss die IT-Infrastruktur entsprechend vorbereitet sein. Doch was sind die größten Risiken und wie können sich Unternehmen vorbereiten?

1. Mehr Datenbanktypen und Datensilos denn je
Die Datenbankenlandschaft wird immer differenzierter. Immer mehr Unternehmen setzen gleichzeitig auf verschiedene Datenbanken an unterschiedlichen Orten. Daraus folgt eine immer größer werdende Zahl an Datensilos. So klagen laut einer Studie von Gatepoint Research 58 Prozent der befragten Unternehmen über flächendeckende Datensilos in ihrer IT-Architektur. Dies erschwert es allerdings, alle Instanzen zu verfolgen, wodurch das Risiko von Datenlecks höher ist als je zuvor. Die komplizierten Datenstrukturen machen Daten außerdem unflexibel – Aktualität und Redundanz, die gerade für das Weihnachtsgeschäft sehr wichtig sind, lassen sich so kaum garantieren.

Ziel beim Datenmanagement muss daher eine einheitliche Datenbank sein, um die Komplexität zu reduzieren. Diese sollte zwar ein einheitliches sowie für Applikationen transparentes Schema sicherstellen, aber auch auf jeder Public und Private Cloud laufen und sich auf mehrere Clouds verteilen lassen. Das führt zu verkürzten IT-Wartungszyklen, weniger Datensilos und vereinfacht damit den Betrieb — gerade in Spitzenzeiten.

2. Viele digitale Veränderungen sind noch unerprobt
Eine von DataStax durchgeführte Umfrage zeigte, dass 62 Prozent der befragten Unternehmen bereits Teile oder ihren gesamten Workload in die Cloud verschoben haben, ein Großteil davon erst im vergangenen Jahr. Die Belastungsspitzen für die IT vor Weihnachten treffen dann oft ohne vorherige, ausgedehnte Testphase auf die neuen Infrastrukturen – vom Webshop und Bestellsystem über mobile Systeme für den Kunden bis hin zu modernen Applikationen.

Die fehlende Erprobung stellt ein großes Risiko da: So sind laut genannter Umfrage über die Hälfte der IT-Entscheider besorgt, dass die physischen und digitalen Touchpoints den Spitzenauslastungen nicht gewachsen sind. Die Belastung trifft auch die darunter liegenden Datenbanken. Eine verteilte, masterlose Datenbankarchitektur, die unabhängig von allen Cloud-Optionen ist, kann hier Abhilfe schaffen, mögliche Schwächen der Infrastruktur ausgleichen und Points of Failure verhindern.

3. Großer Andrang am letzten Wochenende
In Sachen Weihnachtsshopping geht der Trend immer stärker zu Last-Minute. So planen laut der US-amerikanischen National Retail Federation 60 Prozent der Kunden, erst am letzten Wochenende vor Weihnachten ihre Einkäufe zu tätigen. Diese Ballung im Online- und stationären Handel führt zu kurzfristigen Spitzenauslastungen unbekannter Höhe und extremen Anforderungen an die IT. Das ist hoch problematisch, denn eine Studie von Google zeigt, dass 53 Prozent der potenziellen Käufer eine Website unmittelbar wieder verlassen, wenn diese nach drei Sekunden nicht vollständig geladen ist. Eine optimale Customer Experience ist geschäftsentscheidend, denn eine negative Kundenerfahrung wirkt sich nicht nur kurzfristig auf den Umsatz aus – 14 Prozent der Kunden kaufen mehr, wenn ihre Erfahrung positiv ist. Vielmehr beeinträchtigen negative Erfahrungen langfristig auch die Markenwahrnehmung und Kundenloyalität. Unternehmen müssen diesen Spitzenanforderungen also unbedingt ohne Performanceverlust und in Echtzeit gerecht werden können.
Ein hochskalierbarer Ansatz in der Datenbankarchitektur hat hier zwei wesentliche Vorteile: Einerseits bewältigt er Spitzenlasten, indem er horizontal skaliert, einfach weitere Knoten hinzufügt und in jeder Cloud läuft. Andererseits können mit einer Peer-to-Peer-Architektur bei einem Serverausfall Anfragen an einen anderen Datenbankknoten weitergeleitet werden. Somit werden auch auf unerprobten Cloud-Infrastrukturen Agilität, Flexibilität und Hochverfügbarkeit in sensiblen Zeiten gewährleistet.

Fazit
Auch wenn die Vorweihnachtszeit eine große Herausforderung für Unternehmen darstellt, ist sie für IT-Abteilungen bewältigbar. Firmen sind gefragt, ihre IT frühzeitig auf die Spitzenanforderungen vorzubereiten. Damit stellen sie sicher, dass sie die Kundenerwartungen jederzeit erfüllen können und somit keine Verluste verzeichnen, sondern vom vorweihnachtlichen Kaufrausch der Kunden profitieren.

Autor: Karsten Stöhr (Bild), Solutions Engineer bei DataStax

www.datastax.com

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