(29. Oktober 2019) Wie entwickelt sich die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung? Welche Auswirkungen hat die Gestaltung eines Unternehmensgebäudes auf den Erfolg eines Unternehmens? Welche Arbeitsplatzlösung wünschen sich Arbeitnehmer? Was können Unternehmen bei der Grundrissgestaltung tun, um eine positive Arbeitsumgebung zu erschaffen? Und vor allem: Wie lässt sich diese Theorie optimal in die Praxis übersetzen?

Castor Joerg Fraunhofer IAO Stuttgart Quelle Regnauer Fertigbau

Solche Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Regnauer Fachseminars. Architekt Robert Volz und Dipl.-Ing. Hans Georg Furtner, Leiter Verkauf Objektbau bei Regnauer, setzten sich in Theorie und Praxis mit der Zukunft der Arbeitswelt auseinander. Jörg Castor (Bild), Leiter Kompetenzzentrum beim Fraunhofer IAO Stuttgart und Experte für das Thema Workplace Innovation, zeigte auf, wie künstliche Intelligenz unsere Arbeit verändert – und wie sich das auf unsere Arbeitsplätze auswirkt.

Komplexität, Kreativität und Volatilität: Wer nach Kriterien sucht, die die Arbeitswelt der Zukunft bestimmen, trifft unweigerlich auch diese drei Punkte. Und damit auf die Erkenntnis, dass die bisher tradierten Richtlinien unseres Arbeitslebens nach und nach neuen Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit weichen werden. So wird das räumlich-soziale Umwelt im Zuge der zunehmenden Digitalisierung unserer Arbeitswelt für Leistung, Motivation und Bindung immer wichtiger. Büros entwickeln sich zu Orten sozialer Beziehungen, emotionale Faktoren zum Schlüssel für Engagement. Wo die menschliche Arbeitswelt komplexer wird, muss sich auch die Arbeitsumgebung anpassen: „Es gilt daher, Büro-Produkte und -Welten zu entwickeln, die sich Nutzer heute noch nicht vorstellen können und wollen“, weiß Jörg Castor.

Der Experte ist davon überzeugt, dass der Anteil räumlich geschlossener Arbeitsumgebungen wieder steigen wird. Dabei gelte jedoch auch, dass „wir in Zukunft Phasen der kollektiven Präsenz und Abwesenheit vom Büro erleben werden.“ Mit anderen Worten heißt dies: „Die Flexible Nutzung von Arbeitsplätzen im Büro, Coworkingspace oder Innovationslabor wird Standard.“ Diesem Umstand müssen sich auch Büros und Gewerbeflächen unterordnen. Hochwertiges und funktionelles Mobiliar und technisches Equipment spielen vor diesem Hintergrund eine ebenso große Rolle wie Rückzugsräume und Möglichkeiten zum Austausch mit den Kollegen, die Themen Wohlfühlfaktor und ökologische Bauweise sowie eine nutzerorientierte Architektur.

Es bedarf also Büros und Gewerbeflächen, die sich unseren Bedürfnissen anpassen statt uns einzuengen. Das gilt insbesondere deshalb, weil „Unternehmen mit flexiblen Arbeitsformen bis zu dreimal effektiver sind“ (Quelle: The Economist). Traditionelle Bürokonzepte passen daher nicht mehr in eine digitalisierte Welt. Damit stehen zukunftsorientierte Unternehmen vor der Herausforderung, in ihren Büros ideale Arbeitsbedingungen zu schaffen, um eine positive Unternehmensentwicklung zu fördern.

Demokratisches Design statt Corner Office Denke

Denn wo die Bedeutung hochflexibler und dynamisch angepasster Arbeitsplätze steigt, steigt auch die Bedeutung der Arbeitsumgebung. Statt Corner Office Denke sind künftig demokratische Unternehmen gefragt und demokratisches Design. Abgeschlossene Zellenbüros weichen Lösungen, die den beruflichen Alltag zum Ort sozialer Begegnungen machen. Gleichzeitig machen es multispace-Offices wie Desk- und Room-Sharing sowie rekonfigurierbare Arbeitsplatzlösungen und Media-Enabled Arbeitsplätze möglich, immer in der richtigen Umgebung und mit dem richtigen Equipment zu arbeiten.

„Erfolg ist planbar“, formuliert Dipl.-Ing. Architekt Robert Volz, Teamleiter Architektur bei Regnauer, die Konsequenz aus dieser Entwicklung, „und zwar durch eine den Erfolg fördernde Büroumgebung.“ Diese muss sich zur Kommunikationsarbeit eignen, tätigkeitsgerechte Büroformen ermöglichen sowie positive Seh- und Lichtverhältnisse aufweisen. Zudem muss sie Möglichkeiten der Konzentration und des Rückzugs bieten, ein positives Büroklima generieren und nicht zuletzt attraktiv sein, um jenen Erfolg möglich zu machen. „Denn“, so ist Volz überzeugt, „ein erfolgreiches Gebäude dient letztlich drei Zielen: der Leistungssteigerung, der Wirtschaftlichkeit und der Motivation respektive der Möglichkeit, die Leistungskraft der Mitarbeiter zu fördern."

Mit Programming zum individuellen Bürokonzept

Wie aber lassen sich diese Faktoren herausfinden und in die Tat umsetzen? Um diese Frage fundiert zu beantworten, hat Regnauer ein sogenanntes Programming entwickelt, einen intensiven Workshop, in dem Experten aus dem Planungsteam das Budget, das Raumprogramm, Arbeitsabläufe in und zwischen Abteilungen und zahlreiche weitere Punkte analysieren. Auf dieser Basis erstellen sie ein genaues Büroprofil, das es möglich macht, jedes Gebäude wie einen Maßanzug auf den jeweiligen Auftraggeber zuzuschneiden.

Um in diesem Zuge auch die Wirtschaftlichkeit der maßgeschneiderten Gebäude zu garantieren, folgen die Experten der Devise, dass sich jenes dem Nutzer anpassen muss und nicht umgekehrt. Wirklich wirtschaftliche Grundrisse ermöglichen daher Optimierungen, die die Leistungskraft und -bereitschaft der Mitarbeiter steigern, zum Beispiel verkürzte Wege auf Grundlage von durchdachten Erschließungskonzepten oder Wartebereiche, die auch als Besprechungszonen genutzt werden. „Heutzutage verbringt ein Mitarbeiter nur ca. 60 bis 65 Prozent seiner Arbeitszeit sitzend an seinem Arbeitsplatz. Die restliche Zeit ist er unterwegs, zu Arbeitsgruppen, Besprechungen oder in andere Geschosse“, kommentiert Volz. Optimierungen, die hier ansetzen, bieten somit enormes Potential.

Damit sich derartige Ideen auch in der Praxis erfolgreich umsetzen lassen, offeriert Regnauer Bauherren durchgängige Unterstützung während des kompletten Bauvorhabens. „Wir begleiten die Unternehmer bereits bei der Untersuchung des Grundstücks in Bezug auf die Machbarkeit des Projekts“, betont Dipl.-Ing Hans Georg Furtner, Leiter Verkauf bei Regnauer. „Wir übernehmen die Planung und zeigen unseren Kunden von Anfang an per 3D-Visualisierung, wie ihr Firmensitz einmal aussehen wird.“ Als Generalplaner übernimmt Regnauer auch die Haustechnik- und die statische Planung. Als Generalunternehmer errichtet die Gesellschaft das Gebäude mit geschulten Montageteams schlüsselfertig und garantiert dem Kunden damit Termintreue und Kostensicherheit.

Eigenes Vitalbüro als Mustergebäude

Innovative Ideen darf der jeweilige Auftraggeber erwarten, denn Regnauer ist Teil eines Netzwerks von Forschungszentren und Institutionen wie der TU München. Auf dieser Basis entstehen hochwertige Entwicklungen wie die Silence-Holzbalkendecke, für die das Unternehmen 2011 den Bundesinnovationspreis erhielt. Darüber hinaus sind Regnauer Bauten schon heute um 50 Prozent besser als es die aktuelle EnEV fordert. Nachhaltigkeit ist damit garantiert.
Um die Erkenntnisse im Zusammenhang mit der optimalen Büroumgebung der Zukunft Kunden persönlich vorführen zu können, hat Regnauer sogar den vor kurzem fertig gestellten eigenen Büroneubau am Stammsitz in Seebruck am Chiemsee als Vitalbüro konzipiert und damit ein Musterbürogebäude geschaffen, das Interessenten am und im Objekt erleben lässt, wie die Arbeitsumgebung die Leistungskraft eines Unternehmens beeinflusst.
„Denn das Wichtigste für uns ist“, betont Dipl.-Ing. Michael Regnauer, Geschäftsführer der Regnauer Gruppe, „dass wir mit unserer gesunden und behaglichen Hülle die Motivation der Mitarbeiter unserer Kunden steigern und deren Imagegewinn fördern. Denn nur wer sich wohl fühlt, bringt auch Leistung. Dazu möchten wir mit unseren Vitalgebäuden beitragen.“

www.regnauer.de

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