(09. Oktober 2018) Finanzorganisationen müssen sich den Herausforderungen der immer volatiler werdenden Märkte stellen und zum strategischen Partner der Unternehmensleitung werden – das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie der Hackett Gruppe.

Liphard Joerg The Hackett Group

Und, so die Studie weiter: Finanzorganisationen setzen stark auf digitale Transformation, um sich vor allem in drei Kernbereichen zu verbessern: Effiziente Prozesse, effektive und hochqualitativen Service und gesteigerte customer experience, also ein verbessertes Verständnis für die Belange der internen und externen Kunden.

Der umfangreiche Einsatz digitaler Technologien unterstützt den Finanzbereich bei der Realisierung dieser drei Ziele: Digital führende World Class Finanzabteilungen haben um 44 % geringere Prozesskosten im Vergleich zu durchschnittlichen Unternehmen der Peer Group, zudem benötigen sie 45%weniger Personal. Ihre Fehlerquote ist um 37 % niedriger und sie brauchen um 19 % weniger Zeitaufwand, um Daten zu ermitteln und zu erfassen.

World Class-Unternehmen, so definiert die Hackett Group, liegen in den Leistungskriterien Effizienz und Effektivität im Top Quartil aller Vergleichsunternehmen. Für die aktuelle globale Studie hat Hackett die Daten mehrerer hundert Benchmark-Projekte und Finance-Performance-Studien bei internationalen Großunternehmen ausgewertet. Der Anteil der europäischen Unternehmen (darunter führende DAX- und MDAX-Unternehmen) liegt bei 40 %. Die komplette Studie kann nach Registrierung kostenfrei abgerufen werden unter http://go.poweredbyhackett.com/wcfin1806sm.

Jörg Liphard (Bild), Finanzexperte bei The Hackett Group in DACH, schildert weitere Ergebnisse der Studie: „Digitale Transformation trägt ganz entscheidend dazu bei, in den Bereichen Effizienz (Wirtschaftlichkeit) und Effektivität (u.a. Qualität) World Class-Status zu erreichen. Um das Potenzial der Digitalisierung voll auszuschöpfen, müssen Technologien wie Data-Management Tools, Self-Service-Analytics und Robotic Process Automation (RPA) konsequent umgesetzt werden. Dies führt konsquenterweise zu einer deutlichen Verbesserung von Prozessen und zu einer Optimierung des Service Delivery Models.“

Liphard weiter: “Die Automatisierung alleine kann aber keine Laufzeiten oder Fehlerraten verringern, und der Einsatz anspruchsvoller Analysetechniken wird nur dann Transparenz und Qualität optimieren, wenn die Mitarbeiter über das Know-how und die Fähigkeiten verfügen, diese Technologien und die zur Verfügung stehenden Daten zu nutzen.“.
Dementsprechend investieren World Class-Unternehmen in das Know-how ihrer Mitarbeiter: Sie verdoppelten ihre Aufwendungen in Aus- und Weiterbildung in den vergangenen Jahren und bieten ihrem Personal 60 % mehr Trainingsstunden an, als bislang in der Peer Group üblich ist. Zudem existieren klare End-End Prozess-Veratwortlichkeiten, um die Prozesse zu optimieren..

Durch Standardisierung, Automatisierung und Prozessänderungen können World Class-Unternehmen ihre Mitarbeiter von Routinearbeiten mit geringer Wertschöpfung entlasten und stattdessen für höherwertige Aufgaben einsetzen. Parallel dazu erreichen World Class Unternehmen im Vergleich zu Durchschnittsunternehmen eine weitaus höhere Kundenzufriedenheit: Die unternehmensinternen Stakeholder bewerten sie dreimal so hoch als vorausschauend und auf unsere Bedürfnisse eingehend, als das in der Peer Group geschieht.

Jörg Liphard fasst die Ergebnisse der Studie so zusammen: „Finanzorganisationen müssen ihre Kosten minimieren, ihre Leistungskraft und Wirtschaftlichkeit erhöhen, indem sie ihren Mitarbeitern Freiraum für strategisch wichtige Prozesse schaffen und ihr Verständnis für die Anforderungen ihrer Stakeholder optimieren. Bei der Realisierung dieser Ziele spielt digitale Transformation eine ganz entscheidende Rolle. Dabei ist eines klar: World Class Finance entwickelt sich ständig weiter und die besten Unternehmen wissen das. Sie definieren deshalb ihre Zielsetzung, wie sie besser zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen können, immer wieder neu.“

www.thehackettgroup.com

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