(06. Dezember 2018) Wie die aktuelle Studie der Hackett Group zeigt, benötigen World-Class Einkaufsfunktionen 21 % weniger Personalkosten, beschäftigen 29 % weniger Festangestellte, sind aber weit effektiver und leistungsstärker als Unternehmen der durchschnittlichen Peer Group. Insgesamt sparen World-Class Unternehmen mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden Euro über fünf Millionen Euro jährlich im Bereich der Einkaufsfunktion ein.

 

Schreiner Wilhelm The Hackett GroupWeitere Studienergebnisse zeigen, dass Einkaufsorganisationen der Peer Group bis zu 30 % Prozesskosten einsparen können, wenn sie digitale Technologien richtig nutzen. Bei World-Class Unternehmen kann die konsequente Einführung dieser Technologien weitere 22 % der Prozesskosten einsparen.

Auch was die Effektivität angeht, liegen World-Class Unternehmen weit vorne: Fehlerquellen werden um den Faktor 2-3 reduziert und die Mitarbeiterfluktuation im Beschaffungsbereich ist um bis zu einem Drittel geringer. Dies liegt teilweise daran, dass World-Class Unternehmen doppelt so viele Förder- und Schulungsprogramme für ihre Mitarbeiter eingeführt haben, als Durchschnittsunternehmen.

95% der Studienteilnehmer bestätigten, dass die Digitalisierung den Einkauf in den nächsten 3-5 Jahren grundlegend ändern wird. Gleichzeitig haben nur 2/3 der Unternehmen eine Digitalstrategie für den Einkauf definiert; und weniger als die Hälfte haben das Gefühl, die richtigen Mitarbeiter und Ressourcen für die kommenden Herausforderungen zu haben.

Die Studie der Hackett Group identifiziert sechs Hebel zur Steigerung einer nachhaltigen Einkaufs-Effektivität durch Digitalisierung:
• Robotic Process Automatisierung (RPA) hat die Pilotphase verlassen und findet auf breiter Front Einsatz im Einkauf, um operative Tätigkeiten, z.B. bei Purchase-to-Pay zu automatisieren
• Modern Digital Architecture, u.a. Software für e-sourcing, Lieferantensuche, Kontraktmanagement und Prozessoptimierung
• Digital Workforce Enablement, etwa durch Social Media oder Messaging Dienste, steigert die Zusammenarbeit, erlaubt Crowdsourcing und beschleunigt Arbeitsprozesse
• Vorausschauende (predictive) Analysetechnik für verbesserte Prognosen und optimierte Entscheidungsprozesse
• Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz befinden sich zwar noch in der Startphase, werden aber Beschaffungsorganisationen bei Prognosen und Modellentwicklungen und der Analyse großer Datenvolumen unterstützen
• Digital Engagement ermöglicht Führungskräften und Mitarbeitern durch engere Zusammenarbeit ein besseres Business Partnering gegenüber anderen Funktionen

Wilhelm Schreiner (Bild), Head of Procurement and Supply Chain Europe bei The Hackett Group, zieht sein Fazit: „Die Studie sieht den Einkauf an einem bedeutenden Wendepunkt: Digitalisierung verändert das Service Delivery-Modell grundlegend: Einkauf wird schneller, kostengünstiger, intelligenter und geht sehr viel mehr auf die Anforderungen der (internen) Kunden ein, als bisher. Dabei ist eines ganz wichtig: Digitalisierung schafft zwar eine sehr leistungsstarke neue Plattform, kann aber als isolierte Einzelmaßnahmen ihr Potenzial nicht entfalten. Sie muss eingebettet sein in eine weitaus umfassendere Strategie, die beispielsweise ERP und andere tradierte Verfahren rationalisiert. Sie strafft Arbeitsabläufe, Informationserfassung und –verarbeitung. Die Einkaufsorganisation und das Talentmanagement müssen die neue Einkaufsstrategie spiegeln.“
Die komplette Studie, die auf mehrere hundert Benchmarks, Studien und Beratungsaufträgen internationaler Großunternehmen basiert, darunter etwa ein Drittel europäischer Unternehmen, kann nach Registrierung kostenlos unter dem Link http://go.poweredbyhackett.com/wcpro1806sm heruntergeladen werden.

www.thehackettgroup.com

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