(13. Dezember 2018) Die DATEV eG startet die Konzeptstudie EXPEDITIONZUKUNFT. Mit der Studie erforscht die Genossenschaft Veränderungen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Technologie und ihre Auswirkungen auf die Zukunft der Steuerberatung. Die darin aufgezeigten Szenarien beleuchten potenzielle Entwicklungsmöglichkeiten, ungeachtet davon, wie wünschenswert sie erscheinen.

 Datev Expeditionzukunft Quelle Datev presse„Wir wollen mit dieser Analyse disruptive Faktoren aufzeigen, die polarisieren und zur Diskussion anregen“, erklärt Dr. Lars Meyer-Pries, in der Geschäftsleitung der DATEV eG für Strategie und das DATEV-Lab zuständig. „Die ausgearbeiteten Szenarien sind nicht immer erstrebenswert. Es geht uns aber bei diesem weiten Zeithorizont weniger um die Machbarkeit als um die Dimension möglicher Rahmenbedingungen, denen sich die Steuerberatung der Zukunft gegebenenfalls zu stellen hat. Darüber wollen wir mit unseren Mitgliedern, Partnern, Mitarbeitern und generell am Thema Interessierten in den Dialog treten, Konsequenzen diskutieren und Möglichkeiten der Einflussnahme erörtern.“ Zur Präsentation der Ergebnisse und als Ausgangspunkt für die Diskussion wurde die unten genannte Webseite kreiert. Darin setzt sich die DATEV in folgenden sechs Zukunftsbildern mit unterschiedlichen möglichen Szenarien für den Berufsstand auseinander:

1. Produkte passen sich automatisch und individualisiert Kundenbedürfnissen an
2. Die steuerliche Veranlagung wird durch staatlich geregelte Datenflüsse automatisiert
3. Global Player und Ökosysteme diktieren viele Regeln
4. Empathische Maschinen erleichtern den Arbeitsalltag
5. Anonyme Identitäten sorgen in einem fair regulierten, öffentlichen Kollaborationssystem für Datensicherheit und Innovationskraft
6. Alle Daten sind in transparenter und manipulationssicherer Weise frei verfügbar

 

Mit Chloé und Alex in die Zukunft
Die Konzeptstudie analysiert die Einsatzmöglichkeiten von aktuellen technischen Entwicklungen wie beispielsweise künstlicher Intelligenz, Automatisierung oder Sprachassistenten im Umfeld kaufmännischer und deklaratorischer Prozesse und leitet daraus mögliche Folgen für den Berufsstand ab. Ein Animationsfilm mit der Beraterin Chloé und dem Mittelständler Alex zeigt exemplarisch, wie sich dadurch Tätigkeiten und Schwerpunkte in den Kanzleien und in der Zusammenarbeit mit den Mandanten verändern. So wird es beispielsweise in den Kanzleien verstärkt Menschen brauchen, die das Zusammenspiel betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge, technischer Lösungen und rechtlicher Rahmenbedingungen verstehen und Unternehmen beraten, wie sie sich in diesem System verhalten können. Im Animationsfilm findet das seinen Ausdruck darin, dass Chloé ihren Mandanten Alex bei der Expansion nach Italien unterstützt und sich um die notwendigen deklaratorischen und administrativen Aufgaben kümmert.

Verschiedene Szenarien der Konzeptstudie, die auf der Webseite ausführlich dargestellt werden, basieren unter anderem auf der Vorhersage, dass automatisierte Abläufe und künstliche Intelligenz künftig neue Services ermöglichen, die den Steuerberater viel stärker in die operativen Abläufe der Unternehmen integrieren. Dies hat auch Konsequenzen auf die personellen Bedarfe in den Kanzleien: „Wir sehen heute schon einen verstärkten Bedarf an IT- und Workflow-Wissen in Kanzleien, um den Mandanten bei der Gestaltung der fachlichen und technischen Prozesse helfen zu können. Das notwendige Set an Kompetenzen in den Kanzleien wird sich deutlich verändern“, so Meyer-Pries.

An der Studie arbeiteten 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen im DATEV Lab gemeinsam mit Zukunftsforschern und der Designagentur designaffairs. Sieben Wochen lang setzten sie sich damit auseinander, welche Veränderungen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Technologie in den nächsten Jahren beziehungsweise Jahrzehnten auf die Steuerberatung und DATEV zukommen könnten.

Zunächst wurden Zukunftsbilder entwickelt, um eine Basis für die Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Berufsstands und der Genossenschaft zu schaffen. Im zweiten Schritt hat die Gruppe zahlreiche abstrakte Skizzen entwickelt, wie DATEV-Mitglieder, Kunden, Partner und DATEV auf diese Szenarien reagieren könnten. Als klassische Konzeptstudie liefert auch dieser Blick in die Glaskugel keine gesicherten Vorhersagen – weder zu den skizzierten Veränderungen noch zur Umsetzung möglicher Dienstleistungen. Sie beschreibt auch kein homogenes Gesamtbild, sondern stellt unterschiedliche Szenarien nebeneinander, die in verschiedenen Kombinationen Wirklichkeit werden können oder nicht. Sie soll inspirieren, polarisieren und für die möglichen Umbrüche sensibilisieren.

https://www.datev.de/zukunft/

https://www.datev.de/zukunft/#content-3dvideo

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Klicken Sie auf OK, wenn Sie mit dem Einsatz von Cookies einverstanden sind.
Weitere Informationen