(10. Januar 2019) Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus? Wie der Umgang mit digitalen Technologien? Vieles mag noch ungewiss sein, eines steht jedoch heute schon fest: Digitale Technologien und die entsprechenden Anwendungen / Werkzeuge werden unseren Arbeitsalltag tiefgehender verändern als alle anderen Entwicklungen zuvor. Fünf Prognosen zum Thema Future of Work wagt Atos/Unify.

Mensch im Mittelpunkt digitaler Arbeit Quelle Atos1. Künstliche Intelligenz unterstützt den Wissensarbeiter
Die Wahrscheinlichkeit, dass Wissensarbeiter durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotern ihren Job verlieren werden, ist sehr gering. Tatsächlich kann KI die Zufriedenheit und Produktivität am Arbeitsplatz steigern und die Mitarbeiter bei Routineaufgaben entlasten. So bleibt mehr Zeit für das, was der Mensch am besten beherrscht: Problemlösung, Kreativität und Innovationen. Unseren Alltag wird künftig die Zusammenarbeit mit sogenannten Co-Bots prägen. Sie helfen mit Automatisierung und maschinellem Lernen und erledigen taktische, repetitive und strukturierte Aufgaben immer besser – zum Beispiel Transkriptionen, Herausfiltern von Informationen, Übersetzungen, Verwaltung von To-do-Listen und Arbeitsaufträgen. Und bei Bedarf nimmt der eigene Bot auch stellvertretend an Meetings teil, um dort Notizen für seinen menschlichen Counterpart zu machen.

2. Augmented Reality verändert die Zusammenarbeit
Virtual Reality und Augmented Reality bringen Mitarbeiter an einen Tisch – egal wo die einzelnen Kollegen sich gerade aufhalten. Augmented Reality macht Schulungen, Demos und Simulationen interaktiver und lässt die Teilnehmer vollständig in die virtuelle Erfahrung eintauchen. Dank dieser Technologien können Vertriebs- und Marketing-Teams virtuelle Tests für nahezu jedes Produkt und jede Benutzererfahrung anbieten – von überall aus. Sogar der Arbeitsplatz lässt sich damit individuell gestalten. Arbeiten am Strand oder in der Nähe eines beruhigenden Wasserfalls? AR macht es möglich.

3. Weniger Gig Economy, mehr Wertschätzung der Mitarbeiter
Die On-Demand Gig Economy wird weiterwachsen, wenn auch langsamer. Damit wird sie in unseren Modellen zu Vollbeschäftigung und Unternehmensstruktur keine maßgebliche Rolle mehr spielen – der klassische Arbeitnehmer bleibt weiterhin die Regel. Arbeitgeber hingegen werden die Erfahrungen, Loyalität und Kontinuität von Arbeitnehmern zunehmend zu schätzen wissen. Und die Gesetzgebung wird Auftragnehmer der Gig Economy in Rechts-, Verfahrens- und Steuerfragen weiterhin als Mitarbeiter behandeln. So könnte sich beim Trend der Gig Economy der Kreis allmählich schließen.

Andererseits lassen sich Freiberufler dank moderner Kollaborationstools, zum Beispiel für Content- und Filesharing, Multimedia-Konferenzen und Gruppenchats, schnell und einfach von jedem Ort aus einbinden. So können sie mit festen Mitarbeitern in Projektteams effektiv zusammenarbeiten.

4. Bots verbreiten sich – der Umgang will gelernt sein
Von der Lochkarte über die Befehlszeile bis hin zur grafischen Benutzeroberfläche – über die letzten Jahrzehnte wurde Technologie immer anwendungsfreundlicher. Heute bieten Bots, die als persönliche Assistenten oder im Kundendienst agieren, neuartige Benutzeroberflächen zum ständigen Lernen. Doch selbst die natürliche Spracherkennung kann zu verwirrenden, frustrierenden oder nutzlosen Ergebnissen führen. Manchmal sind Kundendienst-Bots so programmiert, dass sie beschwichtigende oder oberflächliche Antworten liefern. Oder sie verwenden schlecht entwickelte Algorithmen der ersten Generation, die für echte Hilfestellungen und Problemlösungen nicht ausgereift genug sind. Daher müssen Menschen lernen, wie sie am effektivsten mit Bots umgehen, um nützliche Informationen zu erhalten und zu Lösungen zu gelangen – oder wie sie den Algorithmus sogar „überlisten“ können, sodass in einer hybriden Bot-Mensch-Situation beim Kundenservice ein menschlicher Mitarbeiter eingreift.

5. Persönlicher digitaler Zwilling für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Intelligente, vernetzte Wearables, biometrische Sensoren und smarte Uhren in Kombination mit persönlicher Gesundheitsanalyse: Das sind die Komponenten des persönlichen digitalen Zwillings. Dieser erfasst und überwacht eine Vielzahl von gesundheitsbezogenen Messwerten, die während der Büroarbeit anfallen. Die Daten dienen der Motivation und regen Menschen, die überwiegend am Schreibtisch arbeiten, dazu an, sich mehr zu bewegen, gesünder zu ernähren und sich sogar mehr um soziale Kontakte zu bemühen – zum Beispiel durch das Arbeiten in einem Co-Working Space. Apps teilen dem Nutzer mit, wann es an der Zeit ist, die Körperhaltung zu verändern, zu essen, zu trinken, sich zu bewegen, eine Pause einzulegen oder auch zu meditieren. Sie moderieren den Tagesablauf, um eine optimale Balance zwischen sitzender und stimulierender Tätigkeit zu erreichen.

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