(25. Juni 2019) Die jährliche Umfrage von Bühler zeigt als Top-Einsatzgründe für Interim Manager in Österreich Change-Management, Vakanzen und Restrukturierungen. Häufigste Einsatzbranchen sind Automotive, Anlagen- und Maschinenbau und der Handel.

 

Lettmann Siegfried SLIMUnterstützung in herausfordernden Phasen
Change-Management Einsätze machen im österreichischen Interim Management inzwischen 42 % aller Mandate aus. Dieses Ergebnis ähnelt jenen aus anderen Ländern, in denen Change-Themen zumeist ebenfalls als Haupttreiber des Wachstums des Interim-Marktes identifiziert wurden. Bühler Management stellt passend dazu fest, dass Unternehmensvertreter den größten Nutzen der Manager auf Zeit in der Unterstützung in herausfordernden Phasen sehen. Objektivität ist für die Unternehmen ein wichtiger Faktor, ebenso wie die Möglichkeit, Mandate rasch starten zu können. Sanierungen und Krisenmanagement sind weiterhin rückläufig.

Digitale Transformation und Profitsteigerung
Wenig überraschend sind es oft digitale Transformations-Maßnahmen, die zu den Einsätzen geführt haben. Der Salzburger Interim Manager Siegfried Lettmann (Bild) erklärt, dass den Unternehmen hier Zugänge abverlangt werden, für die es intern oft noch zu wenig Know-how gibt: „Digitalisierung ist schwierig – das Feld der Möglichkeiten ist kaum zu überblicken, gleichzeitig sind bei vielen Firmen noch zu wenige Erfahrungswerte vorhanden. Zusätzlich ist klar, dass das Fortbestehen oft daran hängt, Chancen nutzen zu können, die sich durch die Digitalisierung ergeben.“ Auch die Steigerung des Profites stand bei vielen Mandaten im Zentrum.

Digitalisierung im Vertrieb
Vor allem im Vertrieb stellen die neuen Möglichkeiten einiges auf den Kopf. Die traditionelle Vertriebsarbeit ändert sich rasend, wie Siegfried Lettmann erörtert. Auch im B2B-Bereich wird das immer klarer. Die Anforderungen von Kunden und Märkten haben sich stark verändert. Gleichzeitig warnt der Experte für digitale Vertriebstransformationen vor Insellösungen: „Der Vertrieb ist eines der wichtigsten Elemente der gesamten Unternehmensstrategie. Hier ist es bedeutend, dass die Gesamtstrategie aus einem Guss ist und Kunden ein nahtloses Erleben über alle Kommunikationskanäle möglich ist. Der Vertrieb hat aufgrund seiner großen Kundennähe die beste Informationslage und spielt deshalb auch bei Innovationsvorhaben eine wichtige Rolle. Gerade vertriebliche Themen kommen im Zuge von Digitalisierungsmaßnahmen richtig zur Geltung.“

Zur Person
Siegfried Lettmann ist seit 2012 Interim Manager auf Executive-Level und seit 2019 auch Studienleiter des Interim Executive Programme an der European Business School (EBS). Für seine Arbeit wurde er bereits mehrmals in Deutschland, Österreich und auf internationalem Parkett ausgezeichnet, er ist mehrfacher Constantinus-Preisträger und „Interim Manager des Jahres 2018“ (DÖIM). Sein Schwerpunkt liegt auf der Elektro-, Metall- und Maschinenbauindustrie. Er übernimmt die Gesamtverantwortung für Geschäftsentwicklung und Unternehmensführung, Vertrieb, Marketing sowie Produktmanagement in Familienunternehmen. Hier gestaltet er Veränderungen und entwickelt die Geschäfte und Kompetenzen, häufig mit internationalem Fokus.

www.lettmann-interim.com

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