(01. Juli 2019) Wenn viele von uns den Begriff Veränderung hören, stellen sich bei den Meisten schon die Nackenhaare auf und der Körper tritt in den Streikmodus! Viele wollen sich einfach nicht verändern.

 

Kerti MarcusSie haben sich mit Ihrem jetzigen Leben arrangiert - nicht unbedingt glücklich und zufrieden, doch ganz OK. Was das mit mentaler Stärke zu tun hat? Um mental stärker zu werden, Bedarf es einer Veränderung! Wenn wir in unserem alten Trott weitertraben und in unseren alten Mustern verharren, dann ist es nur schwer möglich, sich mental zu entwickeln.
Doch was ist mentale Stärke überhaupt? Es wird inzwischen viel geschrieben, wir lesen einiges und anderes hören wir. Für mich ist mentale Stärke, die Fähigkeit, an einem bestimmten Tag, regelmäßig punktgenau seine persönlich beste Leistung abzurufen, unabhängig von inneren und äußeren Einflussfaktoren. Hierzu sind zweifellos einige persönliche Fertigkeiten und Stärken notwendig, die wir erlernen können. Das Geheimnis liegt darin, dass wir viele dieser persönlichen Talente bereits in uns tragen, diese nur über die Jahre verschüttet wurden.
Was ist jetzt auf dem Weg zu mehr mentaler Stärke wichtig?

1) Das Wollen und Tun

Viele von uns wünschen sich mehr mentale Stärke. Wie heißt es doch so schön: „Der Wunsch ist der Vater des Gedanken.“- Mag sein. Doch erlebe ich in meinen täglichen Coachinggesprächen, dass das bei den meisten Menschen eben nicht ausreicht, einen Wunsch zu haben. Wir wünschen uns viel den ganzen lieben Tag über – mehr Geld, einen anderen Job, einen schönen Urlaub, ein neues Auto, einen passenden PartnerIn und vieles Weiteres. Doch oftmals tut sich nichts. Denn der Unterschied zwischen denen, die sich weiterentwickeln und denen, die stehen bleiben, ist, der uneingeschränkte Wille, was zu tun, was zu verändern- koste es was es wolle, den eignen Zielen zu folgen.
Stellen Sie sich zu Beginn einige Fragen:
Will ich an mir wirklich was verändern? Warum will ich das überhaupt? Ist es mein eigenes Interesse und Motivation, das zu tun? Bin ich bereit, dafür an mir zu arbeiten und nötige Konsequenzen zu ziehen?
Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, sind sie einen Schritt weiter auf Ihrem Weg zu mehr mentaler Stärke.

2) Die Gedankenhygiene

Ja, alles beginnt im Kopf, mit einem winzig kleinen Gedanken. Dieser beschäftigt uns oft so sehr und kann unser ganzes Leben lenken. Unsere Gedanken haben Einfluss auf unsere Gesundheit, sie sind sogar zu großen Teilen dafür verantwortlich, was in unseren Zellen passiert. Unsere Gedanken steuern zum Beispiel auch unser Essverhalten, indem sie Botenstoffe ( Neurotransmitter) produzieren, die wiederum in unserem Körper Emotionen erzeugen. Je nachdem welche Emotion aktuell bei uns abläuft, kann der Körper ein bestimmtes Verlangen haben, es herrscht Stress. Nehmen Sie als Situation Liebeskummer, gepaart mit Wut und Zorn. Die Süßigkeitenschublade oder die Eiscreme ist nicht mehr sicher vor uns. Auch wenn wir das Gegenteil betrachten, Flugzeuge im Bauch zu haben, über beide Ohren verliebt zu sein oder der berufliche Erfolg auf der ganzen Ebene. Wir haben Glückshormone in uns, die Emotion Freude hält Einzug. In dieser Konstellation haben wir das Gefühl, Bäume ausreißen zu können, alles ist leicht, wir brauchen kaum Essen und auch der Schlaf wird total überbewertet! Und das alles nur aufgrund eines einzigen Gedanken. Wenn wir uns jetzt die Frage stellen, wer ist denn für das Denken verantwortlich, wird uns sehr schnell klar, dass ICH es bin. Somit kann auch nur ICH etwas an meinen Gedanken verändern. Gedankenhygiene zu betreiben, zu beobachten welche Gedanken mich den ganzen Tag begleiten und ob diese überhaupt Sinn machen, ist ein weiterer Schritt. Schreiben Sie Ihre Gedanken mal auf, die Sie immer wieder auf die Palme bringen!

3) Die Talente

Erinnern Sie sich einmal an die Zeit zurück, als Sie 3 Jahre alt waren. Was haben sie nicht alles ausprobiert, erforscht und wiederholt, bis es geklappt hat. Was ist aus diesem Tatendrang, Forschergeist und Durchhaltevermögen geworden? Das hatten wir doch alle einmal. Wann ist es auf dem steinigen Weg zu Erfolg, Anerkennung und Anpassungsfähigkeit auf der Strecke geblieben und verloren gegangen? Machen Sie sich auf die Suche zu Ihren alten verborgenen Schätzen - den Talenten, Stärken und Fähigkeiten. Sie sind alle noch vorhanden, nur verschüttet und Sie haben das Werkzeug sie wieder auszugraben. Sie werden sie brauchen, um mehr mentale Stärke zu erlangen. Denn in Situationen, in denen wir nicht weiter wissen, brauchen wir unsere Fertigkeiten. Machen Sie sich auf die Reise zurück, zum Ursprung Ihrer Kreativität, zu den Wurzeln Ihrer unglaublichen Stärken und der Basis Ihres heute schon überaus beeindruckenden Lebens. Hier finden Sie Vieles, was Ihnen Ihre Zukunft erleichtern wird, Mut, Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstbewusstsein, Liebe, Dankbarkeit, Kreativität, Jugendlichkeit, Unbekümmertheit, Durchhaltevermögen, Glaube, Wille, Interesse und viele mehr. Sie helfen Ihnen, den nicht immer ebenen Lebensweg besser zu meistern, denn dieser hält für uns immer wieder Herausforderungen parat, in denen wir unsere eigenen Stärken nutzen können, um uns aus diesem Tal aufzumachen zu neuen Gipfeln. Einen anderen Weg zu gehen zu einem neuen Etappenziel. Eines steht für mich außer Frage, Jede(r) von uns besitzt unzählige Fähigkeiten und Talente, Jede(r) von uns ist besonders und einzigartig!

4) Die Eigenverantwortung

Eines ist für mich jedoch entscheidend. Sie sollten sehr schnell wieder lernen, Eigenverantwortung für Ihr Leben zu übernehmen. Für Ihr Denken, Fühlen und Handeln. Das ist die Grundvoraussetzung für Veränderung und mentale Stärke. Wir haben es verlernt, denn so gut wie überall sollen wir sie abgeben. Bei unserer Gesundheit, die klärt der Arzt und verschreibt Medikamente, in der Arbeit, da sollen wir einfach das tun, was uns angeschafft wird, und nicht mitdenken oder eigene Ideen miteinbringen. Dafür sind wir nicht angestellt worden, das sollen wir anderen überlassen, das sei nicht unsere Aufgabe. Auch beim Einkaufen, regelt das schon die Werbung. Die weiß ganz genau welche Vorlieben wir haben und kann besser entscheiden, was wir gerade brauchen oder nicht brauchen, sowie was angeblich lecker und gesund ist! Und es gibt noch unzählige weitere Beispiele in denen uns die Eigenverantwortung entzogen, ja sogar geraubt wurde.
Um sich zu verändern, alte Muster zu durchbrechen, blockierende Glaubenssätze zu lösen, Emotionen stressfrei zu leben und selbstbestimmt durch unser Leben zu gehen, braucht es Eigenverantwortung. Sie wird Ihnen definitiv helfen, mehr mentale Stärke zu erlangen.

Zum Ende noch ein persönlicher Rat, der mit sehr am Herzen liegt. Denn die Meisten von uns haben gelernt, sich Hilfe zu holen, sei ein Zeichen von Schwäche. Nein, das ist absoluter Humbug. Jede Persönlichkeit auf dieser Welt, holt sich in wichtigen Situationen Experten ins Boot. Das ist ein Zeichen von Stärke und Charakter. Sollten Sie das Gefühl haben, festzustecken auf Ihrem Weg, nehmen Sie all Ihren Mut zusammen und holen sich Unterstützung, gerne auch bei mir.

Autor: Marcus Kerti (Bild), Stress- und Emotionscoach, Diplom Mentaltrainer, Sport- und Businesskinesiologe (bg)

www.marcuskerti.de

 

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