(06. August 2019) In diesem Jahr fand die SAP Ariba Live zusammen mit dem SAP Fieldglass Summit in Barcelona statt. Diese beiden Veranstaltungen lediglich als Technologiekonferenz zu bezeichnen würde dem Event nicht gerecht werden, weil dieser darüber hinaus der Community zum Austausch von Ideen, Meinungen sowie Erfolgsgeschichten beider Seiten, sowohl Einkäufern als auch Lieferanten, diente.

Vollmer Dr Marcell ehemals SAP Ariba Quelle: SAP Ariba

Was ist der Grund dafür, dass die Veranstaltung mehr als eine Technologiekonferenz ist? Weil hier nicht nur Produkteigenschaften präsentiert sondern unter anderem auch Fragen wie „Welche Werte entstehen durch die vorgestellten Lösungen?“ oder „Was tut der Kunde heute und was kann morgen verbessert werden?“ thematisiert und diskutiert wurden. Eine grundlegende Antwort auf die letztgestellte Frage erhielten die Teilnehmer beispielsweise im Rahmen der Präsentation von SAP Fieldglass: Unter Einsatz dieser Plattform lassen sich weltweit die Vorgänge zur Beschaffung und Verwaltung von Fremdpersonal und eingekauften Dienstleistungen vereinfachen. Warum dies von hoher Relevanz ist, erschließt sich aus den Zahlen einer gemeinsam von SAP Fieldglass mit Oxford Economics durchgeführten Studie: Der zunehmende Bedarf an Experten wird inzwischen zu 42 Prozent mit Externen, etwa Freelancern oder auch Dienstleistern wie IT-Beratungshäusern abgedeckt. Neben weiteren Aspekten gewinnt in diesem Zusammenhang auch das Thema Transparenz eine enorme Bedeutung. Denn damit einhergehend müssen bestimmte Problemstellungen behandelt werden, etwa „Wie können Unternehmen dafür Sorge tragen, dass sie einen klaren Überblick über das Fremdpersonal – die sogenannte versteckte Arbeitskraft – bekommen?“. Doch während es zumeist keine Probleme bei der finanziellen Abwicklung bezüglich dieser externen Dienstleistungen gibt, entstehen diese vermehrt bezüglich der inhaltlichen Organisation. Hier gibt es einige Faktoren, die letztendlich maßgeblich zum Scheitern eines Projektes beitragen können – zum Beispiel eine unvollständige Planung von adäquaten Schulungsmaßnahmen der freien Mitarbeiter oder mangelnde Kenntnisse für die Festlegung von Meilensteinen sowie im Weiteren Probleme bei deren Überwachung.

Auch im Bereich der Supply Chain steht das Thema Transparenz ganz oben auf der Agenda. Nie zuvor war der Druck auf Unternehmen höher, ethisch und sozial verantwortungsvoll zu agieren. Denn Verbraucher auf der ganzen Welt werden sich zunehmend der negativen Auswirkungen der Weltwirtschaft auf die Umwelt bewusst und Aspekte wie Herkunft oder Herstellungsweise eines Produktes spielen eine immer stärkere Rolle bei Kaufentscheidungen. Es ist somit keinesfalls mehr „Nice-to-have“ für Unternehmen fair, sozial sowie nachhaltig zu wirtschaften – vielmehr ist es heute ein strategisches Muss, sich nach diesen Grundsätzen auszurichten. Dazu brauchen Unternehmen jedoch eine transparente Lieferkette – und das ist heute in Zeiten der Globalisierung eine immense Herausforderung. Denn die Lieferketten umfassen eine Vielzahl an unterschiedlichen Partnern, die auf der ganzen Welt verteilt sind und ineinander greifen müssen. Der Beschaffung kommt hier eine zentrale Aufgabe zu, denn sie ist in der Lage mit modernen Technologien die Wertschöpfungskette neu zu definieren. Lösungen wie die von SAP Ariba und Fieldglass zielen darauf ab, Unternehmen auf Basis von Daten klare Einblicke zu geben, Risiken zu bewerten sowie mittels einfachen Workflows die Zusammenarbeit mit ethisch verantwortungsvollen, diversen und nachhaltigen Lieferanten zu ermöglichen.
Nachhaltigkeit im Kontext der Wertschöpfungskette stand bei der SAP Ariba Live vermehrt im Mittelpunkt. Im Interview erläutert Dr. Marcell Vollmer (Bild), ehemals Chief Digital Officer und Senior Vice President SAP SE, warum dieses Thema für SAP Ariba äußerst relevant ist.

Warum setzt SAP Ariba hier einen besonderen Fokus?

Vollmer: Kunden wollen wissen, was sie kaufen und ob die Inhaltsstoffe der von ihnen gekauften Produkte nachhaltig sind. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sich die Welt mehr auf Nachhaltigkeit konzentriert, da einerseits die natürlichen Ressourcen begrenzt sind und zudem die Zahl der Menschen steigt sowie andererseits der Lebensraum durch Umweltverschmutzung zunehmend belastet wird.
Mit SAP Ariba Live sowie dem Sustainability Summit, der im Vorfeld stattfand, wurde einmal mehr die hohe Relevanz des Themas bestätigt. Allein die Tatsache, dass gut 50 Führungskräfte aus den Bereichen Einkauf und Nachhaltigkeit, die über 635 Milliarden Euro der Ausgaben ausmachen, daran teilgenommen haben, kann als Signal gewertet werden, dass Nachhaltigkeit mittlerweile zu einem wichtigen und interessanten Anliegen geworden ist.
Sowohl Kunden als auch Partnern wie Docusign, IAG, Givewith, BSR, dem UN Global Compact, Ecovadis sowie Social Enterprise UK inspirieren und bekräftigen unsere Arbeit ebenso wie unser Engagement. SAP Ariba setzt sich für mehr Ethik sowie Transparenz in globalen Lieferketten ein und bietet eine Lösung für dieses weltweite Problem.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit für (deutsche) Unternehmen und warum spielt Transparenz eine wichtige Rolle?

Vollmer: Für Deutschland gilt dasselbe wie für den Rest der Welt, aber man kann sehen, dass deutsche Unternehmen hier bereits sehr engagiert sind. Dies wird beispielsweise daran ersichtlich, dass der Nachhaltigkeitsbericht als Standardberichterstattung zählt. Einkauf und Beschaffung haben heute eine enorme Power – sie bestimmen maßgeblich, wo welches Geld ausgegeben wird. Allein über das Ariba Supplier Netzwerk werden jährlich über 3 Billionen US Dollar an Ausgaben abgewickelt. Effektive Käufer- und Lieferantenverbindungen werden dabei immer wichtiger. Die Herausforderung ist jetzt gerade für deutsche Unternehmen, das Ausgabenmanagement intelligenter zu gestalten und sich dabei den gesamten digitalen Technologien und Errungenschaften zu bedienen, die heute bereits zur Verfügung stehen.

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