(25. Oktober 2019) Wirklich sehr oft wird von der Notwendigkeit gesprochen, unternehmerische Regeln und Werte zu leben, doch oftmals wird sehr wenig dafür getan, um diese auch tatsächlich in die Realität zu überführen.

Wolfarth Gerold bk Group

CEO der bk Group, Gerold Wolfarth (Bild), beschreibt in diesem Beitrag, welche Elemente in diesem Zusammenhang wirklich zu beachten sind und wie er diese, in der täglichen Arbeit mit seinen Mitarbeitern, implementiert.

Ausrichtung ist alles
Mitarbeiter und Unternehmen müssen an einem Strang ziehen. Was oftmals als leere Floskel daherkommt, versucht die bk Group als Grundpfeiler des Unternehmens herauszuarbeiten und bei allen Beteiligten zu verankern. Dazu ist es natürlich erstmal wichtig, dass die Unternehmensführung eine kristallklare Vision davon hat, wie die Ausrichtung des Unternehmens sein muss. Es ist unumgänglich, dass die Firmenphilosophie nicht nur auf der Homepage des Unternehmens oder in Hochglanzbroschüren zu finden ist, sondern tagtäglich von der Geschäftsleitung und von jeder einzelnen Führungskraft vorgelebt wird. Erst die tagtägliche Umsetzung der anvisierten Werte und Philosophien machen diese glaubhaft, sichtbar und sinnvoll.

Klare Kommunikation ist der Schlüssel
Wir alle kennen den Spruch: „Gesagt ist nicht gleich gehört! Gehört ist nicht gleich verstanden! Und verstanden ist nicht gleich einverstanden!“. Genau aus diesem Grund wendet die bk Group sehr viel Zeit auf, um die Erwartungshaltung des Unternehmens zu kommunizieren und die Erwartungshaltung des potentiellen Mitarbeiters zu erfragen. Erst wenn in allen Punkten Klarheit besteht, wird ein Arbeitsverhältnis begonnen.
Natürlich kann es danach noch immer zu Unklarheiten oder Spannungen kommen. Dann herrscht im Unternehmen das Prinzip der „offenen Tür“. Der Mitarbeiter steht dann in der Selbstverantwortung, mit all seinen Anliegen zur Führungskraft zu gehen und sie offen, ehrlich und direkt zu besprechen. Dies trägt dazu bei, lösungsorientiert zu agieren, um das Beste für den Mitarbeiter und das Unternehmen herauszuholen. Die Mitarbeiterfluktuation der bk Group beträgt derzeit weniger als zwei Prozent und spricht damit eine eindeutige Sprache.

Die neue Rolle des Unternehmers
Die Herausforderungen der Gegenwart haben es mit sich gebracht, dass sich Unternehmer neu ausrichten und definieren müssen. Mit Strategien der Vergangenheit wird es schwierig, sich den aktuellen Gegebenheiten zu stellen. Ich sehe mich als Firmenlenker, welcher ein Visionär ist und den Menschen, mit all seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt rückt. Ich kenne all meine Mitarbeiter auch privat und kommuniziere stets auf Augenhöhe mit ihnen. Mir ist wichtig, ihr privates Umfeld kennen zu lernen und als Familie zu agieren. Keine einfache Aufgabe bei mehreren hundert Mitarbeitern, aber durchaus machbar.
Dieses Wissen macht es mir leicht, mit dem Herzen zu führen, was für mich enorm wichtig ist und meinem Menschenbild entspricht. Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit sind keine Gegensätze, sondern im Gegenteil, zwei Elemente, die voneinander profitieren können.

Digitale Transformation als Chance?
Diese Frage ist ganz klar mit „Ja“ zu beantworten. Diese bietet nämlich die Möglichkeit, die eigenen Prozesse zu überdenken und das Unternehmen neu auszurichten. Auch die Chance, eine neue Führungskultur, welche den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt rückt, zu etablieren, wird durch die Digitalisierung wesentlich erleichtert.
Es ist jedoch auch verständlich, dass Angst vorherrscht, wenn Bestehendes hinterfragt wird. Eines meiner Lieblingsbeispiele in diesem Kontext ist „Google“. Obgleich das Business des Unternehmens zu 100% digital ist, gibt es kaum ein Unternehmen, welches mehr in die eigenen Mitarbeiter und den Aufbau der emotionalen Intelligenz investiert. Ich halte diese Vorgehensweise für äußerst zielführend, will man Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander in eine erfolgreiche Symbiose bringen.

Fazit
Führung muss völlig neu definiert werden, um die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Dabei darf der Mensch auf gar keinen Fall auf der Strecke bleiben. Ganz im Gegenteil, dieser muss bewusst ins Zentrum des unternehmerischen Schaffens gestellt werden. Erst, wenn sich dieser wohlfühlt und sich wertgeschätzt fühlt als Mensch und nicht bloß als Mitarbeiter, macht Unternehmertum tatsächlich Sinn. Gewinn ist dann nur das Nebenprodukt unternehmerischen Schaffens und das ist gut so!

Autor und Bild: Gerold Wolfarth, CEO der bk Group

https://www.bk-group.eu

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