(04.08.2020) Jeder zweite Händler ist sich nicht sicher, wie er datengetriebene Methoden für sein Geschäft nutzen kann und die große Mehrheit (93 Prozent) nutzt keine Daten, die mit externen Quellen angereichert sind. Daher hat die Fokusgruppe Digital Commerce im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. einen Leitfaden zu Data-driven Commerce entwickelt, der Händler im Transformationsprozess unterstützt.

Adrian Brosterhues-Niedziolka, Lableiter Data-driven Commerce im BVDW, Quelle: BVDWAdrian Brosterhues-Niedziolka (Creditreform Boniversum), Bild, Lableiter Data-driven Commerce im BVDW: „Es zeichnet sich ab, dass Unternehmen, die den Umgang mit Daten verstanden haben, weitaus erfolgreicher wirtschaften als ihre eher traditionell agierenden Marktteilnehmer. Wer zu lange wartet, riskiert Umsatzverluste.“

„Während der gewissenhafte und datenschutzkonforme Einsatz von Daten im Handel zweifelsfrei einen Wettbewerbsvorteil darstellt, sind viele Unternehmen offensichtlich noch überfordert, diesen Vorteil für sich zu realisieren“, so Brosterhues-Niedziolka. Der neue BVDW-Leitfaden „Data-driven Commerce“ beschreibt, welche Daten und wie viele wofür nötig sind und gibt Tipps für den Einstieg ins datengetriebene Verkaufen. Anhand von konkreten Use Cases wird dargestellt, wie der Einsatz von Daten das eigene Business auf ein stabileres Gerüst stellt, beispielsweise durch vorbeugendes Risikomanagement oder auch durch Dynamic Pricing. Andreas W. Ditze (Tripuls), stellvertretender Lableiter Data-driven Commerce im BVDW: „Wer künftig in der digitalen Welt erfolgreich Handel betreiben will, muss sich mit der hochautomatisierten, KI-getriebenen Verarbeitung von Daten intensiv auseinandersetzen. Hier liegt eine Chance insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, die schnell agieren können und häufig weniger in Silos organisiert sind.“

Soll der Shop erfolgreich sein, müssen viele Daten rein
Die durchgängige Individualisierung und Personalisierung der Customer Journey über alle Kanäle und Touchpoints hinweg stellt jedoch selbst große Händler vor enorme Herausforderungen. Denn häufig werden die benötigten Daten in unterschiedlichen Systemen verwaltet, um den Kunden auf unterschiedlichen Kanälen und Abschnitten seiner Reise zu bedienen. „Das Wissen, um die vorhandenen Daten gezielt zur Optimierung der Customer Journey einzusetzen, ist oftmals nicht vorhanden“, sagt Adrian Brosterhues-Niedziolka. So wäre es zukunftsweisend, dass eine neue Kategorie Enterprise Software entsteht. Digital-Experience-Plattformen (DXP) sollen die Systemlandschaften konsolidieren und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Geschäftsprozesse auf die Erzielung einer bestmöglichen Customer Experience auszurichten und einen durchgängigen Kundendialog zu realisieren.

Mehr dazu ist im neuen BVDW-Leitfaden Data-driven Commerce zu finden, der ab sofort kostenfrei auf www.bvdw.org zum Download bereit steht.

 

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