(07.09.2020) Aurum Interim Management hat einen Leitfaden zur Einleitung eines erfolgreichen Turnarounds nach dem Shutdown entwickelt. Die Grundlage des Aurum Quick Checks bildet eine Anfang 2020 von Aurum Interim durchgeführte Restrukturierungsstudie mit knapp 120 Interim Managern, die über ein umfangreiches Know-how und weitreichende Expertise im Bereich Change-Management verfügen.

Samir Jajjawi, Managing Partner von Aurum Interim Management, Quelle: Aurum Interim Management

„Aktuell verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg an Restrukturierungsprojekten. Die schnelle Einleitung effizienter Change-Prozesse ist für angeschlagene Unternehmen unerlässlich, um die eigene Existenz zu sichern und auch zukünftig handlungsfähig zu bleiben“, sagt Samir Jajjawi (Bild), Restrukturierungsexperte und Managing Partner von Aurum Interim Management. „Der Aurum Quick Check kann als Hilfe zur Selbsthilfe dienen oder als Anstoß dafür, sich externe Unterstützung zu suchen. Denn eine saubere Vorbereitung sowie konsequente Umsetzung sind zwingend erforderlich für den Restrukturierungserfolg.“

Anhand der aus der Restrukturierungsstudie gewonnenen Erkenntnisse hat Aurum Interim mit einem eigens dafür gegründeten Expertenkreis sechs Regeln und Schritte für die erfolgreiche Umsetzung von Restrukturierungs- und Change-Prozessen definiert, die sowohl während der Corona-Krise als auch darüber hinaus Bestand haben. 

 1. Status quo analysieren
Das Fundament einer erfolgreichen Restrukturierung liegt in der ergebnisoffenen Betrachtung und Bewertung der aktuellen Situation in sämtlichen Unternehmensbereichen. Von zentraler Bedeutung für das weitere Vorgehen sind dabei diese Fragestellungen: Was hat die Krise verändert? Wo hat sie Schaden angerichtet? Und wo könnte sie gefährlich werden? Hierfür ist eine grundlegende Überprüfung des ursprünglichen Businessplans notwendig.

2. Maßnahmen definieren
Der daraus resultierende Status quo verdeutlicht, wo akute Schwachstellen liegen und schneller Handlungsbedarf besteht. Daraus sollte im nächsten Schritt eine Roadmap inklusive Priorisierung für die Restrukturierung entwickelt werden – ein in der Regel umfangreiches Maßnahmenpaket, das meist mehrere Funktionsbereiche eines Unternehmens tangiert. Für die Sicherung des Cash Flows könnte ein solches Paket beispielsweise wie folgt aussehen: Forderungsbestände reduzieren, Zahlungsziele verlängern, Warenströme optimieren oder Einsparpotenziale realisieren. Ganz entscheidend in dieser Phase ist es, alle relevanten Stakeholder mit ins Boot zu holen, um sich von allen Seiten den für eine Restrukturierung so wichtigen Rückhalt zu sichern.

3. Anforderungen für die Umsetzung festlegen
Sobald die Roadmap für die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen steht, müssen die einzelnen Projektverantwortlichkeiten und -rollen über alle Hierrachieebenen hinweg festgelegt werden – so zum Beispiel die des Project Management Officers, der die Abstimmung aller Restrukturierungs-Teilprojekte koordiniert. Ebenfalls in den Prozess involviert und mit der Übernahme wichtiger Verantwortungen betreut, sind der CRO, der aufgrund seiner Branchenexpertise die Priorisierung der benötigten Maßnahmen steuert, sowie Restrukturierungsexperten aus den Bereichen Operative Prozesse und Finanzen, die unabdingbare Schnittstellenfunktionen innehaben.

4. Qualitative Bewertung des eigenen Know-hows vornehmen
Im Anschluss an die erfolgreiche Definition der Rollen und Anforderungsprofile beginnt die kritische Bewertung der eigenen Fach- und Führungskräfte. Dazu sollte jedes Unternehmen prüfen, ob die eigene Mannschaft bereits über Umsetzungserfahrungen aus vergleichbaren Restrukturierungsprojekten verfügt und entsprechendes Know-how mitbringt. Oder ob es erforderlich ist, auf externe Expertise zurückzugreifen. Die qualitative Bewertung muss sowohl auf persönlicher als auch auf fachlicher Ebene erfolgen.

5. Quantitative Bewertung der vorhandenen Kapazitäten durchführen
Nachdem eine realistische Einschätzung des vorhandenen Leistungspotenzials erfolgt ist, bedarf es einer Klärung, wie viele Kapazitäten intern bereitgestellt werden können. Wichtig: Das Tagesgeschäft darf unter keinen Umständen eine signifikante Vernachlässigung erfahren. Um genau das zu vermeiden, ist es in einigen Fällen sinnvoll oder gar notwendig, die vorhandenen Leistungspotenziale durch externe Unterstützung zu ergänzen. Denn die häufigsten Gründe für das Scheitern von Restrukturierungsprozessen sind fehlendes Know-how sowie mangelnde Kapazitäten.

6. Anforderungsprofile für Umsetzer formulieren
Wenn die Rollen verteilt und der interne bzw. externe Bedarf geklärt sind, geht es an die Formulierung der Anforderungsprofile. Die Praxis zeigt, dass die wenigsten Restrukturierungsprozesse vollständig ohne externe Unterstützung durch erfahrene Profis auskommen. „In der Regel besteht in mittelständischen Unternehmen ein Restrukturierungsteam aus einigen internen Fach- oder Führungskräften plus einen bis drei externen Experten“, sagt Samir Jajjawi. „Und zumindest für die externen Experten müssen sehr saubere Anforderungsprofile zu Papier gebracht werden, um sicherzustellen wirklich die Besten für die jeweiligen Funktionen zu rekrutieren.“

www.aurum-restrukturierung.de

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