(01. Juni 2018) Die CEBIT zeigt Entscheidern und IT-Professionals, wie sie ihr Unternehmen für den künftigen Wettbewerb fit machen. Im Blickpunkt stehen Konzepte und Lösungen, die traditionelle Datensilos durch digitale Prozesse ersetzen.

 Data Management Cebit2018 Quelle Deutsche MesseOb Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz oder smarte Energienetze: Daten gelten als elementarer Treibstoff für die digitale Revolution. Auch kleinere Unternehmen können mit vernetzten Prozessen punkten und neue Geschäftsmodelle entwickeln. 97 Prozent der deutschen Mittelstandsfirmen haben aber noch nicht die Bedeutung von Big Data für ihr Business erkannt. Und weniger als acht Prozent analysieren alle Daten, um Nutzen daraus zu ziehen (Quelle: Kantar TNS-Studie für die Commerzbank). Auch die Analyse der "Customer Journey", die interessante Rückschlüsse auf das Kundenverhalten und neue Markttrends ermöglicht, ist vielerorts noch Zukunftsmusik.

Ursache für den zögerlichen Einstieg ist häufig die Tatsache, dass die Daten in verschiedenen Formaten auf unterschiedliche IT-Systeme verteilt sind. Solche Silos verhindern eine 360-Grad-Sicht, was die Auswertung erschwert und die Einführung innovativer Technologien verhindert. So verriet fast jeder zweite Entscheider bei einer Umfrage der IT-Consultingfirma Infosys, dass die Datenaufbereitung im eigenen Unternehmen nicht ausreiche, um von Lösungen mit künstlicher Intelligenz zu profitieren.

Höchste Zeit also, in flexible Infrastructure-as-a-Service- oder Software-as-a-Service-Angebote aus der Cloud zu investieren. Dazu bietet Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung wegweisende Komplettlösungen von Big Playern wie Hewlett Packard Enterprise, IBM, SAP oder Salesforce.

Auch Oracle NetSuite wird auf der CEBIT vertreten sein. Angekündigt sind Tools mit künstlicher Intelligenz, die beispielsweise Abläufe in den Bereichen Customer Relationship Management (CRM) und Human Capital Management (HCM) automatisierbar machen. Eine weitere Neuheit heißt SuiteSuccess: Die Cloud-Lösung bietet Funktionaliäten, die ab Werk auf die Bedürfnisse verschiedener Branchen abgestimmt werden (Halle 17).

Zahlreiche Aussteller setzen in diesem Jahr auf Weiterentwicklungen für das Enterprise Resource Planning, das im Rahmen der Digitalisierung als wichtige Schaltstelle gilt. So verbindet Asseco Solutions klassisches ERP mit der Industrie 4.0. Die Software APplus erhält neue Funktionalitäten und unterstützt jetzt auch vernetzte Predictive-Maintenance-Szenarien. "ERP-Lösungen sind wie kein anderes System mit den Geschäftsprozessen verwoben und schaffen damit die Grundlage für die Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette", erklärt Vorstand Holger Nawratil (Halle 17).

Die GUS Group präsentiert Anwendungen, die Unternehmensabläufe für die digitale Transformation optimieren. So können Nutzer des Cloud-Dienstes Digital Hub Service bestimmte Bereiche des ERP-Systems für die Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Maschinen öffnen, ohne sensible Stamm- oder Bewegungsdaten aus der Hand zu geben (Halle 17).

IAS Software stellt in Hannover seine Softwarelösung caniasERP in den Mittelpunkt. Anhand von Praxisbeispielen möchte das Unternehmen veranschaulichen, wie einfach Anwender und IT-Mitarbeiter Änderungen durchführen können, wenn als technische Basis eine benutzerfreundliche Entwicklungsplattform zur Verfügung steht (Halle 17).

ams.Solution stattet seine Software ams.erp mit einer neuen Bedienoberfläche und einer intelligenten Projekterkennung aus. "Neben den internen Abläufen decken ERP-Systeme vor allem die Bereiche CRM sowie Service- und Projektmanagement ab. Fertigungsunternehmen erhalten somit ein breites Fundament, um Dritt¬systeme in ihre Prozesse einzubinden. Dabei entstehen Workflows, die weitgehend automatisiert ablaufen", hebt Geschäftsleitungsmitglied Uwe Kutschenreiter hervor (Halle 17).

AixpertSoft präsentiert auf der CEBIT sein AixBOMS Infrastructure Management Center – eine ganzheitliche Lösung für den nachhaltigen Betrieb von Rechenzentren, die für alle zukünftigen Aufgaben gerüstet ist; vom dynamischen Datenaustausch bis zum Netz- und Systemmanagement. Als herausragenden Trend betrachtet das Unternehmen den rasanten Fortschritt der RZ-Visualisierung (Halle 12).

ibo Software stellt auf der CEBIT aktuelle Konzepte für die Bereiche Projektmanagement, Prozessmanagement, Aufbauorganisation und Revisionsmanagement vor. Neu sind die Projektmanagement-Lösung ibo netProject Mobile für Smartphones und Tablets sowie das workflowgesteuerte S-OHBplus-System zur Definition aufsichtrechtlicher und organisatorischer Anweisungen für Mitarbeiter (Halle 17).

VLEXsoftware+consulting zeigt Entscheidern im Digital Enterprise Park, was sie für die individuelle Fertigung von Produkten brauchen. Die ERP-Lösung VlexPlus gibt Unternehmen und deren Kunden die Möglichkeit, Produkte mit grafischer Unterstützung direkt im Webshop in 2D oder 3D zu konfigurieren. "Transparenz, Vernetzung mit Kunden, Lieferanten und Fachhandelspartnern und die bessere Auswertbarkeit von Kundenanforderungen sind nur einige Vorteile, welche die Digitalisierung verspricht", betont Thomas Feike, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb (Halle 17).

Doch nicht nur innovative Ideen oder Produkte zeigen auf der CEBIT das Potenzial digitaler Unternehmensprozesse, sondern auch Events wie der Digital Transformation Summit am Dienstag, 13. Juni (Halle 17, Center Stage). Hier referiert unter anderem Bastian Nominacher, CO-CEO und Mitgründer von Celonis, zum Thema "Putting Digital Transformation into Practice". Die Process-Mining-Technologie des international erfolgreichen Startups ermöglicht die Analyse komplexer Geschäftsprozesse in Echtzeit.

www.cebit.de

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