(30.11.2020) Nachhaltigkeit und Recycling spielen sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wirtschaft eine immer größere Rolle. Wie der Technologiekonzern HP Inc. diese Herausforderung erfolgreich umgesetzt, erläutert Siegfried Dewaldt, Sustainability Country Manager DACH bei HP im Interview.

Siegfried Dewaldt, Sustainability Country Manager DACH bei HP, Quelle: HPKlimaziele und Umweltschutz sind derzeit in aller Munde – auch in der Wirtschaft. Welchen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit bei HP?
Nachhaltigkeit ist schon seit langer Zeit tief in der DNA von HP verankert. Bereits vor 80 Jahren begann unsere Nachhaltigkeitsreise, die wir bis heute entschlossen fortsetzen. Wir sehen uns als Teil einer globalen Gemeinschaft. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beruht daher auf den drei wichtigen Bereichen Mensch, Gemeinschaft und Umwelt. Unser vorrangiges Ziel ist es dabei, einen andauernden positiven Wandel für die Umwelt, die Menschen und die Gemeinschaften, in denen wir leben, arbeiten und Geschäfte tätigen, herbei zu führen. Wir wollen transparent in unserer Nachhaltigkeitsarbeit sein. Daher veröffentlichen wir bereits seit 2001 einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht, in dem die HP Richtlinien, Programme, Ziele und Ergebnisse dazu beschrieben sind.

Wie passen Ihrer Meinung nach Innovation, Wachstum und Nachhaltigkeit zusammen?
Für uns ist Nachhaltigkeit der Motor für Innovation und Wachstum. Unsere Innovationen zielen darauf ab, die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen und den Übergang zu einer zirkulären und emissionsarmen Wirtschaft zu beschleunigen. Daher richten wir unser gesamtes Geschäftsmodell auf eine Zukunft aus, in der eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt steht. Im Ergebnis holen wir einen höheren Wert aus Ressourcen heraus, reduzieren die Auswirkungen der Lieferkette und stellen dabei innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden bereit.

Welche nachhaltigen Ansätze in der Produktentwicklung und Verpackung verfolgt HP?
Nachhaltigkeit bedeutet für uns, den gesamten Produktlebenszyklus und alle dahinter liegenden Prozesse zu berücksichtigen. Schon in der Produktentwicklung achten wir beispielsweise darauf, recycelbare bzw. recycelte Materialien zu nutzen, Abfall schon im Design zu vermeiden sowie die Energieeffizienz von Produkten zu steigern. Ähnliches gilt auch für unsere Verpackungsstrategie: Wir eliminieren unnötiges Verpackungsmaterial, suchen nach innovativen neuen Verpackungsformen und wiederverwertbaren Materialien. Unser Ziel dabei ist es, bis 2025 den Einsatz von Einweg-Kunststoff-Verpackungen um mehr als 75 Prozent zu reduzieren.

Bietet HP ein Recyclingprogramm für seine Verbrauchsmaterialien an?
HP ist seit Jahrzehnten führend im Bereich des Closed-Loop Recycling. Bereits 1991 riefen wir unser Planet Partners Programm ins Leben, dessen Basis ein geschlossener Recycling-Kreislauf ist. Aktuell können Kunden über dieses Programm in mehr als 68 Ländern und Regionen Original HP-Tonerkartuschen und Tintenpatronen bequem zurückgegeben. Die Materialien werden getrennt und dann zur Herstellung neuer Original HP-Tintenpatronen und Tonerkartuschen verwendet. Bisher wurden über dieses Programm mehr als 875 Millionen HP-Tintenpatronen und Tonerkartuschen recycelt.

Welche Vorteile haben Kunden, die ein HP-Laptop oder einen HP-Drucker kaufen in punkto Nachhaltigkeit?
Kunden schauen stärker als noch vor einigen Jahren auf das Thema Nachhaltigkeit – die Fridays for Future Bewegung hat dies noch beschleunigt. Aber nicht nur der Anteil recycelter Kunststoffe ist wichtig, sondern auch die Energieeffizienz eines Geräts oder die Möglichkeit, es über viele Jahre zu nutzen und es, wenn nötig, reparieren zu lassen. HP achtet bereits bei der Planung neuer Geräte auf diese und eine Reihe weiterer Kriterien. Dazu gehört auch die Entsorgung des Geräts oder der Verpackung. Hinsichtlich der Geräte kommt auch hier wieder das Planet Partners Programm ins Spiel, dass recycelte Rohstoffe wiederverwertet. Beim Verpackungsmüll setzt HP darauf, dass dieser möglichst erst gar nicht anfällt: Allein 2019 sparte HP 214 Tonnen an Plastik-Verpackung bei seinen Notebooks ein. Darüber hinaus schaut HP auch, dass wir möglichst umweltfreundliche und recycelbare Stoffe verwenden – beispielsweise Karton oder entsprechend geformter Zellstoff. Zusammengenommen erhalten Kunden damit die umweltfreundlichsten Geräte, die derzeit auf dem Markt sind.

Welche Zertifizierungen ermöglichen es Kunden zu sehen, dass die HP-Produkte nachhaltig produziert wurden?
Produktzertifizierungen wie EPEAT, der ENERGY STAR oder der Blaue Engel bieten Kunden eine Orientierung, nachhaltigere Produktentscheidungen zu treffen. Bereits 2019 und erneut 2020 ist HP als ENERGY STAR-Partner des Jahres ausgezeichnet worden. Insgesamt 91 Prozent der HP PCs und 94 Prozent der HP-Drucker, die 2019 ausgeliefert wurden, waren ENERGY STAR-zertifiziert. Viele Drucker und Multifunktionsgeräte von HP sind zudem mit dem Blauen Engel zertifiziert und belegen damit ihre besondere Umweltfreundlichkeit. Das begehrte Siegel gilt als ältestes deutsches Umweltzertifikat mit den strengsten Kriterien, und schließt neben Energieeffizienz, Reparierbarkeit vor allem die umweltschonende Produktion und das Recycling der Geräte mit ein.

HP hat mit dem Haiti-Programm einen neuen Weg für nachhaltiges Wirtschaften beschritten. Erzählen Sie uns doch kurz, was genau dieses Programm beinhaltet?
Bereits seit 2016 arbeitet HP in Haiti daran, Altkunststoffe zu reduzieren. Die Umwelt vor Ort ist stark von Plastikmüll belastet, der oft auch im Meer landet. In Zusammenarbeit mit zwei lokalen NGOs hat HP dort ein Recycling-Center errichtet. Vor Ort werden die eingesammelten Plastikflaschen geschreddert und zu neuem Kunststoffgranulat recycelt. Darüber hinaus investierte HP kürzlich in den Aufbau einer neuen Waschanlage für Kunststoffe in Haiti. Die Anlage produziert reine, hochwertige recycelte Kunststoffe – diese wiederum werden für die Fertigung von HP-Produkten weiterverwendet. Dazu gehören HP Tintenpatronen und Tonerkartuschen sowie die nachhaltigste PC-Produktlinie des Unternehmens. Dazu gehört beispielsweise der HP-Elite-Dragonfly. Insgesamt konnten auf diese Weise bisher etwa 771 Tonnen an Plastikmaterial recycelt werden. 

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