(26.11.2020) Die aktuellen – teilweise sehr drastischen – Maßnahmen der Regierungen zeigen Auswirkungen auf die gesamte Arbeitswelt und sind nicht spurlos an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorübergegangen.

Andreas Hermann, CEO und Gründer von Business Beat, Quelle: Business BeatDas Innsbrucker Start-up Business Beat, das sich auf die Echtzeit-Befragung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen spezialisiert hat, bat 258 EntscheidungsträgerInnen aus dem Bereich Human Ressources in Deutschland und Österreich um ihre Meinung zur aktuellen Stimmungslage. Das Corona-Barometer zeigt, dass ein großer Teil der Unternehmen über den Sommer die Hausaufgaben nicht gemacht hat, um sich besser auf die zweite Welle vorzubereiten.

Insgesamt gaben 18 Prozent der Befragten an, dass seit der so genannten ersten Welle im Frühjahr keine HR-Maßnahmen in ihrem Unternehmen umgesetzt wurden, die in der aktuellen Situation weiterhelfen würden. Nur knapp mehr als ein Drittel sind mit den ergriffenen Maßnahmen zufrieden und empfinden diese als hilfreich.

Für 32 Prozent ist die Stimmung der MitarbeiterInnen im Vergleich zum Oktober schlechter. 41 Prozent gaben zusätzlich an, dass die Stimmungslage zwar mehr oder weniger unverändert sei, sie jedoch eine große Anspannung verspürten. Für nur 4 Prozent hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vormonat verbessert.

Ein Drittel gab an, dass Führungskräfte aufgrund der aktuellen Situation keine neuen Ansätze entwickelt hätten. Weitere 10 Prozent beschrieben die aktuellen Führungsansätze in ihrem Unternehmen sogar als undurchdacht.

Weitere Ergebnisse des Business Beat Corona-Barometers:

  • 40 Prozent gaben an, dass die informelle Kommunikation mit den MitarbeiterInnen trotz der verschärften Corona-Lage funktioniere, für 10 Prozent funktioniere diese jedoch nicht.
  • Für 10 Prozent gelingt die Mitarbeiterbindung im November nicht, 29 Prozent sehen diese aber positiv.
  • Der Teamzusammenhalt ist relativ gleich geblieben - für 14 Prozent hat er sich sogar verbessert, für 18 Prozent verschlechtert.
  • 43 Prozent gaben an, dass MitarbeiterInnen durchaus Ideen zur besseren Kommunikation hätten.

„18 Prozent der Unternehmen haben nicht auf die veränderte Situation reagiert und keine Maßnahmen ergriffen. Das heißt, jedes fünfte Unternehmen ist im Blindflug unterwegs und 23 Prozent haben nicht wirklich hilfreiche Maßnahmen getätigt. In diesen Unternehmen hilft jetzt nur noch eines: Kommunikation, Kommunikation und noch einmal Kommunikation. Andernfalls können sich die stark veränderten Arbeitsumstände der Mitarbeiter sehr negativ auf das gesamte Unternehmen auswirken und schließlich sogar existenzbedrohend sein“, beschreibt Business Beat-CEO Andreas Hermann mögliche Folgen.

Business Beat befragte 258 EntscheidungsträgerInnen aus dem Bereich Human Ressources von regionalen Betrieben bis zu DAX-Konzernen im Zeitraum vom 5. bis 16. November 2020 in Deutschland und Österreich.

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