(21.12.2020) In den kommenden Jahren müssen laut einer Studie des Stifterverbands rund 2,4 Millionen Beschäftigte sich Schlüsselqualifikationen und „Future Skills“ wie digitales Lernen, agiles Arbeiten und neuen Kollaborationstechniken aneignen. 

Schon heute müssen wir jedoch feststellen, dass der Arbeitsmarkt und die gesamte deutsche Wirtschaft sich in einem tiefgreifenden Wandel befinden. Der Handlungsbedarf ist darum groß. Aber was müssen Unternehmen heute konkret tun, um ihre eigene Zukunftsfähigkeit und die ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten? Genau das haben wir uns unserer neuen Studie „Workforce Transformation“ gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Index Research untersucht. Neben der Analyse des aktuellen und zukünftigen Arbeitsmarktes haben wir aus den Ergebnissen unserer Studie zahlreiche Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Workforce-Transformation-Studie im Überblick
Für unsere Studie zur „Workforce Transformation“ haben wir einen Blick in über 540 Unternehmen geworfen und deren Personalverantwortliche nach den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen sowie dem bisherigen Erfolg ihren Lösungsstrategien befragt. Zunächst wurde klar, dass alle Branchen der deutschen Wirtschaft gleichermaßen von der Transformation betroffen sind. Die drei wesentlichen Treiber dieses Wandels sind allen voran die Digitalisierung mit 57 Prozent, gefolgt von der wachsenden Komplexität der Aufgaben (37 Prozent) und schließlich die Veränderung der Kundenwünsche (15 Prozent).
Diese Entwicklung wirkt sich kontinuierlich auf die sich verändernden Anforderungen an die Skills und Fähigkeiten der Belegschaft aus. Bereits in den vergangenen drei Jahren haben sich in jedem dritten Unternehmen 25 Prozent aller Anforderungsprofile verändert. Bei 15 Prozent der Unternehmen waren sogar 40 Prozent der Profile von den Veränderungen betroffen. Mit Blick in die Zukunft erwarten mehr als die Hälfte aller Unternehmen, dass sich die Profile in den kommenden drei Jahren erneut in einem vergleichbaren Umfang ändern. Die noch gravierendere Einsicht lautet: Die bisherigen Anstrengungen, Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung dieses Wandels reichen nicht aus.

Vier zentrale Ansatzpunkte für nachhaltige Veränderungen
Darum ist der Bedarf an nachhaltig funktionierenden, strategischen Lösungswegen für die erfolgreiche Transformation groß. In diesem Zusammenhang konnten wir in der Studie unter anderem vier Hebel identifizieren, mit denen Unternehmen dem dringenden Handlungsbedarf begegnen können:
1. Etablierung eines neuen Mindsets: Mit den tiefgreifenden Veränderungen entstehen Unsicherheiten auf allen Seiten. Um diesen zu begegnen, ist ein neues Mindset nötig. Dabei müssen die Chancen, die sich mit der Transformation verbinden, in den Mittelpunkt gerückt werden.
2. Aufsetzen eines strategischen Kompetenzmanagements: Ein datenbasiertes, strategisches Kompetenzmanagement ist in Zukunft unverzichtbar. Bislang setzen nur vier Prozent der befragten Unternehmen auf Software-Tools, um ein optimales Matching von Fähigkeiten und Skills ihrer Mitarbeitenden sicherzustellen.
3. Suche nach innovativen Qualifizierungskonzepten: Neue individuelle Qualifizierungsformate statt Seminare und Trainings von der Stange sind gefragt. Die Studie unterstreicht, dass bisherige Formate und Methoden zur Vermittlung von neuem Wissen und neuen Fähigkeiten an Grenzen stoßen.
4. Schaffen von Perspektiven: Zur erfolgreichen Transformation gehört es auch, keine Verlierer zu produzieren. Darum müssen für diejenigen Mitarbeitenden neue Perspektiven geschaffen werden, deren Qualifikation nicht mehr gebraucht wird.

Fazit: Es ist entscheidend, die Chancen in der Veränderung zu erkennen und zu nutzen
Die Herausforderungen durch die Transformation waren bereits vor der Corona-Pandemie groß. Der Startpunkt unserer Studie datiert in die Zeit kurz vor Ausbruch von Covid-19. Die Ergebnisse der Studie und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen gelten damit heute mehr denn je, da die Corona-Pandemie in nahezu allen Bereichen wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat. Das heißt, dass der Handlungsdruck der Unternehmen seither weiter zugenommen hat und der Handlungsbedarf somit größer denn je ist.

Neben den vier hier vorgestellten Ansatzpunkten für eine erfolgreiche Transformation sprechen wir in unserer Studie zahlreiche weitere, detaillierte Handlungsempfehlungen aus, wie Unternehmen ihre eigene Zukunftsfähigkeit und die ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherstellen können. Dabei wurde vor allem eines deutlich: Veränderungen erfordern Veränderungsbereitschaft auf allen Seiten. Darum ist es jetzt entscheidend, die Chancen der Transformation zu erkennen und zu nutzen.

Kostenfreier Download der kompletten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen unter: www.rundstedt.de/studie 

Sophia von Rundstedt, CEO, v. Rundstedt & Partner GmbH, Quelle: v. Rundstedt & Partner GmbH

 

 

 

 

Autorin: Sophia von Rundstedt ist CEO der gleichnamigen Outplacement-Beratung. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Trennungsprozesse verantwortungsvoll zu gestalten sowie im Rahmen von Workforce-Transformation-Projekten die Personalstruktur mittel- bis langfristig an den zukünftigen Bedürfnissen auszurichten.

 

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