(15.02.2021) Die aktuelle Hackett-Studie “2021 CFO Agenda: 10 Key Issues Finance Needs to Act on Now” zeigt, wie die Finanzorganisationen im laufenden Geschäftsjahr auf den Einfluss der Pandemie auf die Ergebnisse reagieren und welche Schritte sie priorisieren.

Heiko Meyer, Director Business Transformation bei The Hackett Group, Quelle: The Hackett GroupGanz oben auf der Agenda der rund 200 untersuchten Großunternehmen mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz (der Anteil europäischer Unternehmen liegt bei rund 40 Prozent, darunter führende DAX- und MDAX-Unternehmen) stehen dabei:

• Nutzung von Finance als strategischer Berater für die Geschäftsbereiche;
• Höhere Kosteneffizienz in der Finanzorganisation;
• Aufbau weiterer Kompetenzen in Analytics und Modelling;
• Erhöhung der Agilität in Finance;
• Digitalisierung, Modernisierung der Finanzapplikationen und Remote Working;
• Weiterer Fokus auf Analytics und Prognosemodelle zur Abbildung der Auswirkungen unsicherer Umgebungsbedingungen.

Diese Maßnahmen sind von enormer Bedeutung, bringen doch die befragten Führungskräfte und untersuchten Unternehmen für 2021 allenfalls einen eher verhaltenen Optimismus auf: 41 Prozent hoffen auf eine Stabilisierung ihres Geschäftsumfeldes bereits im zweiten Quartal, aber 36 Prozent schätzen, dass eine Konsolidierung weitaus länger dauern wird.

Die COVID-19-bedingten Disruptionen führen zu erheblichen Veränderungen und Einschnitten. Die Pandemie hat eine Entwicklung forciert, die Finanzorganisation immer stärker in die Bestimmung und Ausrichtung der Unternehmensstruktur einzubinden – die Rolle des CFO wird mehr und mehr gestärkt.

Erhebliche Kostenreduktion durch Automatisierung steht an zweiter Stelle der Agenda; Platz drei nehmen die Verbesserung der Analytics und Prognosemodelle ein – im Geschäftsjahr 2020 standen sie noch auf Platz zehn der Agenda. Nun aber, im zweiten Jahr der Pandemie, werden valide Prognosen immer wichtiger.

Technologieeinsatz treibt die Prozessautomatisierung weiter voran - eine durchschnittliche Produktivitätssteigerung um 8,3% wird in 2021 erwartet.
Tradierte Anwendungen werden um rund 11 Prozent heruntergefahren, während workflow- und cloudbasierte Anwendungen zwischen 18 und 25 Prozent zulegen. RPA und Cognitive Computing werden mit 16 und 13 Prozent am stärksten wachsen. Und Remote Work entwickelt sich exponentiell: Vor der Krise wurden maximal 4 Prozent der Finance-Arbeitsschritte im Homeoffice durchgeführt, nach der Krise werden es 25 Prozent sein. Zudem erwarten die befragten Führungskräfte etwa 24 Prozent Zuwachs für Data-Visualisierung, Advanced Analytics und Prognose-Verfahren.

Der Automatisierungstrend schlägt auf die Budgets durch: Die Entscheidungsträger erwarten Finanz-Budgeteinsparungen von bis zu 3,4% (über Personalabbau) bei gleichzeitiger Steigerung der Aufgaben (insbesondere in den strategischen Aufgaben wir Analytik) um ca. 3,9%.

 Heiko Meyer, Director Business Transformation bei The Hackett Group, fasst das Ergebnis der Studie zusammen: “Die digitale Transformation ist der wesentliche Treiber der Finanzfunktion zur Bewältigung der pandemiebedingten Krise. Dabei wird Finance nicht nur an Kosteneinsparungen zu messen sein, sondern auch an der Unterstützung des Gesamtunternehmens, gut in ein ‚New Normal‘ zu starten“

Die Studie kann kostenfrei über den Link https://www.thehackettgroup.com/2021-finance-key-issues-2012 bezogen werden.

 

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